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Schwarzwald-Baar-Kreis Bauleiter ist sein Traumberuf

Felicitas Schück, vom 08.02.2012 00:03 Uhr
Markus Scholz in seinem Büro im Container auf der Baustelle. Foto: Schück
Markus Scholz in seinem Büro im Container auf der Baustelle. Foto: Schück

Schwarzwald-Baar-Kreis - Sein Arbeitsplatz ist in einem erstaunlich komfortablen grünen Container: Für Markus Scholz ist das Schwarzwald-Baar-Klinikum die größte Baustelle, die er je betreute. Seit 2009 lebt Scholz während fünf Tagen in der Woche in Villingen. Jeden Freitagmittag fährt er zu seiner Familie in Köln und kommt am Sonntag wieder zurück."Als ich vorher den Bau eines großen Bettenhauses in Bochum koordinierte, bin ich täglich dort hin und wieder zurück gefahren, das war anstrengender", erzählt er. Bauleiter ist der Traumberuf des Architekten, der am 23. Februar 52 Jahre alt wird. "Man hat mit vielen Leuten zu tun und hat Einfluss auf die Gestaltung von Gebäuden."

An der Klinikbaustelle zwischen Villingen und Schwenningen ist er als Oberbauleiter für die Firma TMK in Düsseldorf tätig, die auf Krankenhausbauten spezialisiert ist. "Hier war grüne Wiese", sagt Markus Scholz und blickt aus dem Fenster seines Bürocontainers auf eine verschneite Landschaft: "Und wenn wir hier fertig sind, dann ist hier fast ein neuer Stadtteil von Villingen-Schwenningen entstanden. Wir bauen für 2500 Mitarbeiter, das ist eine Aufgabe, die nicht jeder bekommt. Man hat viele Aufgaben und Verantwortung"

Seit zehn Jahren baut der Vater von drei Kindern für die Gesundheitsbranche. Vorher hat er Verwaltungsgebäude erstellt, zum Beispiel das Wirtschaftsministerium in Bonn, und aktiv am Umzug des Ministeriums von Bonn nach Berlin mitgewirkt. Die Anforderungen an Krankenhausbauten seien viel höher als an Verwaltungsgebäude, berichtet Markus Scholz. Als die Ministerien nach Berlin zogen, wurden im Köln-Bonner Raum weniger Bürobauten notwendig. Scholz wechselte zur Firma TMK und ist seitdem auf Baustellen in der gesamten Bundesrepublik tätig. "Heute bin ich in Süddeutschland, nach 2013 vielleicht im Norden", sagt er. Noch 15 bis 20 Jahre will er so weiterarbeiten. Insgesamt zehn Personen arbeiten für die Firma TMK in Villingen-Schwenningen, unter ihnen mehrere Bauleiter. Sie verstehen sich gut. Vielleicht werden auch diejenigen, die nicht fest angestellt sind, nach Abschluss der Bauarbeiten weiter zur nächsten Baustelle ziehen. "Krankenhäuser, das ist eine kleine verschworene Gemeinschaft", plaudert der aus dem Bergischen Land stammende Scholz aus dem Nähkästchen.

Jeden Morgen zwischen sechs und sieben Uhr beginnt er seine Arbeit. Obwohl es eine Bürotätigkeit ist, umrundet er täglich einmal die Baustelle, läuft durch das 250 Meter lange Gebäude und steigt alle Treppen. Das sind, so zieht er Bilanz, mindestens vier bis fünf Kilometer am Tag. Dennoch entspannt er sich abends bei diesen Temperaturen noch im Fitnessstudio. "Dann kann ich abschalten." Im Sommer radelt Markus Scholz, der noch mindestens bis Mitte des Jahres 2013 in Villingen-Schwenningen sein wird. Denn nach der Klinikeröffnung im Frühjahr müssen noch Abrechnungen gemacht werden, außerdem schaut man, ob im laufenden Betrieb alles so funktioniert, wie geplant. Einige Mitarbeiter der Firma TMK werden deswegen noch vor Ort sein. "Hier macht mir vor allem das Miteinander Spaß", erzählt er. Und die Gegend gefällt mir, da gab es schon schlechtere." Markus Scholz ist sicher, dass der angepeilte Termin zur Eröffnung des Klinikums eingehalten werden kann.

Die Minusgrade beeinträchtigen den Baufortschritt nicht, denn die Rohbauarbeiten sind längst abschlossen, es wird im Gebäude gearbeitet. Allerdings läuft die Heizung auf Hochtouren, "ansonsten tut es weiter nicht weh."

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