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Villingen-Schwenningen Alte Jungfere laden zum Männerobed

Michael Kienzler , vom 23.01.2012 11:03 Uhr
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Die Alte Jungfere hatten zum Männerobed nach Villingen eingeladen, und sowohl auf der Bühne als auch im Saal ging von Anfang an die Post ab. Foto: Kienzler
Die Alte Jungfere hatten zum Männerobed nach Villingen eingeladen, und sowohl auf der Bühne als auch im Saal ging von Anfang an die Post ab. Foto: Kienzler

VS-Villingen - "Einfach spitze", "sensationell", "wahnsinnig": Das waren die Kommentare einer völlig begeisterten Männerschar im Theater am Ring. Die Alte Jungfere hatten zum Männerobed eingeladen, und sowohl auf der Bühne als auch im Saal ging von Anfang an die Post ab.

Tolle Ideen, witzige Texte, eindrucksvolle Kostüme und eine sagenhafte Umsetzung – der Abend wird den Herren noch lange in Erinnerung bleiben. Schwarz dominierte: Im Frack, Smoking oder Cutaway betraten die Herren der Schöpfung das Theater am Ring, dazu auch Stock und Zylinder. Nach dem Einmarsch und der Begrüßung stärkten sich die Männer erst einmal bei einem Essen. Die ersten Beifallsstürme erntete Evi Blaser, die als der "etwas andere Schutzengel" mit langem Ledermantel, weißen Haaren und dunkler Schminke die Bühne betrat.

Als "Taskforce des Himmels" berichtete sie in grandioser Weise, wo ein Schutzengel überall gefragt ist: Beim Skiurlaub oder bei Hochzeiten, aber auch im Rathaus hatte sie alle Hände voll zu tun. Sie sinnierte über den unerlaubten Möbelkauf eines Amtsleiters, die Person Rolf Fußhoeller, das Thema Bestuhlung in der Neuen Tonhalle oder den OB-Wahlkampf. Sowohl Siegfried Lorek, "der Guttenberg des Oberzentrums", aber auch OB Kubon kamen nicht ungeschoren davon. Des Engels Urteil über den OB: "Der Kubon verzeiht seinen Feinden aber er vergisst nicht ihre Namen", sorgte für Lachsalven. Enttäuscht zeigte sich das Himmelsgeschöpf von den Gemeinderäten Ernst Reiser und Wolfgang Berweck: "Die Tiger sind ganz schön zahm geworden."

Begeistert waren die Herren auch von Ulrike Merkle und Hildegard Reiser, die ein Jungfere-Casting über sich ergehen ließen. Sie mussten Villingerisch schwätze, das Jungferelied singen, und zur Musik von Joe Cockers "You can leave your hat on" entledigten sie sich einiger Kleidungsstücke, um bei "Maya hi, maya ho" richtig abzutanzen.

Gehüllt in ein Obstkostüm

Gar nicht grün waren sich Frau Wunderle und Frau Hempel, alias Heike Görlacher und Kirstin Lauterbach. Von Fenster zu Fenster geigten sich die beiden in herrlicher Manier die Meinung. Ein Augen- und Ohrenschmaus folgte mit den süßen Früchten. Gehüllt in ein Obstkostüm schwangen Evi Blaser, Heike Görlacher, Kirstin Lauterbach, Ulrike Merkle, Hildegard Reiser, Margot Schaumann, Usa Sommer und Rose Späth gekonnt die Hüften, musikalisch hervorragend begleitet von Manfred Schäfer. Mit dabei die "Superpuppen von der Fasnetgruppe" in Anlehnung an Bill Ramseys "Zuckerpuppe von der Bauchtanzgruppe".

Ganz Paris träumt von der Liebe? Nein, nicht ganz, die bekannte Melodie heißt ab jetzt: "Ganz VS träumt von den Trieben", genauer gesagt von den Pflanzentrieben der Landesgartenschau. Im Saal ging es hoch her, zu allen Melodien sangen die Männer lautstark mit und bekamen prompt das gesangliche Kompliment von der Bühne: "Eine Augenweide, die Herren im Saal."

Die Damen "Heidi auf der Alm" boten eine herrliche Parodie auf die bekannte Serie. Die Gags von Heidi, Geißenpeter, dem Almöhi oder Fräulein Rottenmeier mit perfekter Mimik kamen Schlag auf Schlag. Der Saal feierte die Jungfere.

Dann wurde es "very ­british", ihre Majestät Königin Elisabeth hielt Einzug, mit vielen Fähnchen würdig zelebriert. Margot Schaumann spielte die Queen umwerfend, ihr Ausdruck, ihre Gesten und die Texte sorgten für Beifallsstürme. Ihren Sohn Prinz Charles nahm sie ebenso aufs Korn wie Landrat "Charly" Heim mit seiner zarten und doch markanten Stimme. Vom Villinger Eierma hatte sie angeblich Villingerisch gelernt. Die Queen ließ es sich auch nicht nehmen, eigene Wueschtsprüche auszurufen.

Als Schwarzwaldmädels in bärenstarken Kostümen stürmten alle Darstellerinnen die Bühne und begaben sich mit den Männern auf eine musikalische Reise nach New York, Alaska oder einfach nur in den Süden. Der Saal tobte, ohne Zugabe durften die Jungfere die Bühne nicht verlassen.

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