Villingen-Schwenningen 100 Biker trauern um Black-Riders-Boss

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Ein Kranz aus gelben Sonnenblumen legten rund 100 "Black Riders" aus der ganzen Republik am Grab ihres ehemaligen Präsidenten Bernd "Hacky" Hartlieb ab. Foto: Heinig

Villingen-Schwenningen - Die Motorräder blieben angesichts der Witterung zu Hause. Ausnahmsweise auf vier Rädern hatten sich am Samstag rund 100 "Black Rider" aus der ganzen Republik auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: das Grab von ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Präsidenten Bernd "Hacky" Hartlieb auf dem Villinger Friedhof.

"Es geht ja um das Andenken eines wunderbaren Menschen."

Schon am ersten Todestag im vergangenen Jahr hatten Hartliebs Freunde und Rockerkollegen den "Hacky Memorial Run" durchgeführt, bei dem künftig an jedem ersten Samstag im März am Grab das Lieblingsgetränk des Verstorbenen getrunken wird: Cola light mit Whisky. "Das mag zwar nicht jeder von uns, aber es geht ja um das Andenken eines wunderbaren Menschen", sagt sein Freund Rainer von den Black Riders Esslingen.

Auch aus Donaueschingen, Nagold, dem Allgäu und sogar Erfurt waren sie gekommen und legten einen Kranz aus gelben Sonnenblumen am mit schwarzem Stein gefassten Grab ab.

Schwarz und Gelb, das sind die Vereinsfarben der Black Riders. Unter den Trauergästen auch Hartliebs Schwester, Manuela Kalisch und sein Sohn Mike, die angesichts der großen Anteilnahme, die sich auch von vielen hundert Kilometern Anreise nicht schmälern ließ, beeindruckt waren. Unweigerlich wurde die Erinnerung an den Tod des Bruders wach: "Er stand morgens auf, trank einen Kaffee und erlag dem plötzlichen Herztod", erzählt die Schwester und kann es bis heute nicht fassen, dass ihr geliebter Bruder nur 55 Jahre alt wurde.

In Villingen-Schwenningen hat der Biker-Chef Rockergeschichte geschrieben: er war Mitbegründer des Motorrad-Clubs Black Rider Villingen und 28 Jahre lang deren Präsident.

Für Straftaten habe er keine Verantwortung übernehmen wollen

Nachdem seine Jungs es früher allzu sehr hatten krachen lassen und der damalige Polizeidirektor hartes Durchgreifen angekündigt hatte, war Hartlieb von seinem Amt zurückgetreten. Obwohl selbst wegen Waffenbesitzes schon einmal verurteilt, wollte er, so heißt es, für Straftaten keine Verantwortung übernehmen.

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