Villingen-Schwenningen 1,3 Millionen Euro Investition für Ausrüstung notwendig

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Die Erfahrungen aus dem Großbrand im Uracher Sägewerk im Dezember flossen unter anderem in die Investitionsüberlegungen für die Feuerwehr ein. Archiv-Foto: Eich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Wilfried Strohmeier

Schwarzwald-Baar-Kreis. Kreisbrandmeister Florian Vetter stellte dem Ausschuss für Umwelt und Technik gestern einen Fünfjahres-Investitionsplan vor, der sich mit der Feuerwehrausrüstung beschäftigt. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 1,3 Millionen Euro, ohne Landeszuschüsse und ohne dass bis ins letzte Detail geprüft wurde, welche Ausrüstung man mit benachbarten Landkreisen anschaffen und sich teilen könnte. Erste Gespräche gab es diesbezüglich schon, die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen. Unter anderem aus diesem Grund wurde der Investitionsplan nicht beschlossen, sondern wird weiter ausgearbeitet. Die Ausschussmitglieder haben somit eine Vorstellung, was an Ausgaben kommen wird.

Sowohl die Technik im Katastrophenschutz hat sich gewandelt als auch die Lkw, beziehungsweise die Transporter. Waren es früher Komplett-Lkw mit Fahrwerk, so geht man heute dazu über, eine so genannte Wechselbrücke (Abrollbehälter) zu kaufen und für mehrere dieser Transportcontainer das passende Trägerfahrzeug, was insgesamt wirtschaftlicher sei.

Aus den Erfahrungen in den vergangenen Jahren, wie Großbrände, Trockenheit, Stromausfälle und einiges mehr, leitet Florian Vetter den Bedarf für die kommenden fünf Jahre ab. In diesem Jahr soll ein Abrollcontainer Logistik für 63 000 Euro gekauft werden, mit Einsatzbasis in Schwenningen. Dieser soll künftig der Unterbringung der Einsatzmittel des mobilen Führungsstabes dienen, wie beispielsweise Zelte, Sitzgarnituren, Strom- und Kommunikationskabel, Beleuchtung, Funk und einiges mehr. Das Trägerfahrzeug dazu ist im Besitz der Feuerwehr Schwenningen.

Im kommenden Jahr steht ein Abrollbehälter Aufenthalt für 150 000 Euro im Plan mit Einsatzbasis in Villingen-Schwenningen sowie ein Mannschaftstransportwagen (MTW) für 60 000 Euro, stationiert in Blumberg. Mit dem Container will man den Einsatzkräften und vom Unglück betroffene Personen eine mobile und wetterunabhängige Unterkunft bieten. Zum Einsatz soll er vor allem bei großen und langwierigen Einsätzen kommen sowie als Verpflegungsbereich, zur Betreuung von Betroffenen oder als Erweiterung des mobilen Führungsstabs. Der MTW ist eine Ersatzbeschaffung für die Einsatzkräfte der Dekontaminationsgruppe. Der jetzige mit Baujahr 2003 ist laut Vetter stark reparaturanfällig.

Für das Jahr 2018 ist ein Wechselladerfahrzeug mit 26 Tonnen für 223 000 Euro und ein Abrollbehälter Logistik für 63 000 Euro eingeplant. In letzterem sollen verschiedene Einsatzmittel untergebracht werden, von Atemschutzersatzflaschen über Abdeckmaterialien bis hin zu Pumpen und Aggregaten. Der Standort für beides soll in Blumberg sein.

Für das Jahr 2019 ist die Beschaffung einer weiteren Logistikeinheit geplant, die einen Behandlungsplatz 25 (BHP 25) aufnehmen soll. Standort dafür soll bei der zweiten Einsatzeinheit sein, welche sich aus dem DRK-Kreisverband Donaueschingen und dem Malteser-Hilfsdienst Villingen zusammensetzt. Im gleichen Jahr soll es noch einen Logistik-Lkw für 70 000 Euro geben, hier hofft man auf dem Gebrauchtwagenmarkt fündig zu werden. Das Fahrzeug soll überwiegend zum Transport von Lebensmittel durch die Logistik- und Versorgungsgruppe in Blumberg eingesetzt werden.

2020 steht die Ersatzbeschaffung des Gerätewagen Gefahrgut an. Der jetzt vorhandene, der in Donaueschingen stationiert ist und auch weiter dort bleiben soll, ist dann 33 Jahre alt. Schließlich soll im Jahr 2021 noch ein Abrollbehälter Strom mit verschiedenen Aggregaten für 200 000 Euro angeschafft werden. Ein solcher ist zwar bereits in Villingen vorhanden, sollte es aber im Kreis zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, benötigt man einen zweiten, um strukturrelevante Einrichtungen zu betreiben. Florian Vetter nannte auf Nachfrage als Beispiel Tankstellen, die den Kraftstoff für Notaggregate liefern.

Tuningens Bürgermeister Jürgen Roth wie auch andere Fraktionssprecher befanden den Investitionsplan als gut durchdacht. Doch Roth würde es begrüßen, wenn man sich nochmals mit anderen Landkreisen absprechen würde, welche Ausrüstungen man gemeinsam nützen könnte. Nicht klar war teilweise aus welchen Gründen die Entscheidung zu den Stationierungen gefallen ist. Hier führte Vetter aus, dass er bei den Feuerwehren im Kreis absprechen müsse, wer bereit sei, welches Fahrzeug zu nehmen, da die entsprechenden Räume zur Verfügung stehen müssen und die Mannschaft die Ausbildung haben müsse.

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