Donaueschingen - Feinherb oder süffig? Was mundete jetzt wohl dem närrischen Volk? Die Auftaktveranstaltung zur Fasnetbier-Saison fand gestern im Schalander der Fürstenberg Brauerei Donaueschingen statt und ließ die Antwort nicht lange offen.

Denn bis Aschermittwoch noch wird nur der Gerstensaft in den Flaschen von Premium Pilsener, Edelbräu "Josef Munz" und "frei" mit einem Rückenetikett ausgewählter Zünfte im Handel zu finden sein. Die zweite Saison übrigens schon, in der nicht ein eigens gebrautes, weniger hopfenbetontes Pils das Sudhaus verlässt. Doch das tat der guten Stimmung bislang noch keinen Abbruch und schon gar nicht gestern.

 


Unter den rund 450 geladenen Gästen auch Vertreter der beiden Narrenzünfte, die auf dem Fasnetbier-Etikett 2010 zu sehen sind: die Schonacher Geißenmeckerer und der Haselnarro aus Haslach. Grund: Für die beiden Zünfte steht 2010 ein besonderes Jahr an. Zum einem das 75-jährige Bestehen (Schonach) und für die Narrenzunft Haslach gar ihr 150-Jähriges, das vom 23. bis 24. Januar gefeiert wird. Während die Narrenzunft Haslach Gründungsmitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte ist, schloss sich Schonach 1962 dem Verband der Oberrheinischen Narrenzünfte an.

Auch für Fürstenberg-Geschäftsführer Georg Schwende, der die Unternehmensführung im Oktober von Heiner Müller übernommen hatte, war der gestrige Abend mit den pointenreichen Ausführungen über den Charakter "kühler Blonde" und seiner Berufung, die Welt mit Bier zu versorgen (zunächst noch als Kellner) auch ohne Häs eine gelungene Premiere.

Oberzunftmeister Jonny Kienzler für die Schonacher und Zunftmeister Jürgen Blank für Haslacher Gäste tischten ihrerseits Närrisches auf, das Gastredner Klaus Sauter aus Gottmadingen entsprechend nachwürzte.

Für die tonale Begleitung sorgten die Brauereikapelle und die Gruppe "Kleferi".