Bösingen - Der traditionelle Geisterumzug und die Geisternacht läuteten die Festivitäten zum 40-jährigen Bestehen der Speckmockelzunft Bösingen ein.

Zu Beginn des Geisterumzugs gingen Böllerschüsse und Leuchtraketen in die Luft und sorgten für Aufmerksamkeit. Die in der Beffendorfer Straße aufgestellten 35 Zünfte setzten sich in Bewegung. Der gigantische und sehenswerte Umzug führte durch die Ortsmitte bis hin ins große Festzelt bei der Firma "Müller Reisen" im Industriegebiet.

Die "Flegga-Bätscher" aus Böhringen, traditionelle Teilnehmer beim Geisterumzug, machten mit beeindruckender Guggenmusik beim Umzug den Anfang. Etwa 1200 Hästräger, von Radolfszell bis Bühl, zeigten ihr Brauchtum. Zum Teil waren bemerkenswerte und schauerliche Masken aller Art zu sehen.

Die kunstvollen Larven der Hexen gaben die nötigen Farbtupfer. Zwischen Geister- und Hexengruppen, die zum Teil ihr Unwesen trieben, tauchten immer wieder urige Guggenmusiken auf und heizten durch ihren flotten Sound Narren und den vielen Zuschauern ein.

Als letzte der 35 Gruppen kamen die Bösinger Hubosch- und Harzwaldgeister. Mit bleichen und schrecklichen Gesichtsmasken, gekleidet in langen weißen Gewändern, pirschten sie hin und her, trieben ihr Unwesen. So mancher Zuschauer kann ein Lied davon singen.

Anschließend begann im Festzelt die Geisternacht, bei der die Guggenmusiken und das "Mühlbach-Trio" für musikalische Stimmung sorgten. Hexengruppen und Garden zeigten großartige akrobatische Darbietungen.