VfB Stuttgart „Wir zerreißen uns für Platz fünf“
Dirk Preiß, 28.04.2012 07:00 Uhr
Maza (li.) steht wieder in der Startelf des VfBFoto: dapd
Stuttgart - Er war auf Anhieb Stammspieler, zuletzt nur Bankdrücker und soll an diesem Samstag (15.30 Uhr) in München helfen, Platz fünf zu sichern. Der Mexikaner Maza ersetzt den verletzten Kapitän Serdar Tasci im Spiel beim FC Bayern. „Ich bin bereit“, sagt er selbstbewusst.
Hallo Maza, am Mittwoch hat die ganze VfB-Mannschaft gemeinsam das Spiel der Bayern gegen Real Madrid angeschaut . . .
. . . ja, und es war wirklich ein sehr gutes Spiel. Beide Mannschaften haben sich bis aufs Letzte bekämpft, aber die Bayern haben verdient das Finale erreicht.
Und jetzt sind Sie vor dem Aufeinandertreffen am Samstag mächtig beeindruckt.
Natürlich haben die Münchner eine sehr starke Mannschaft und gegen Real zwei sehr gute Spiele abgeliefert. Wir wissen um die Gefahr, werden aber selbstverständlich versuchen, dagegenzuhalten und aus München etwas mitzunehmen.
Könnte es ein Vorteil sein, dass die Bayern ihr großes Ziel vorerst erreicht haben und womöglich ein wenig durchatmen?
Wir bereiten uns auf die stärkste Bayern-Mannschaft vor. Alles andere interessiert uns nicht und spielt keine Rolle.
Serdar Tasci hat sich verletzt, dadurch rutschen Sie seit langer Zeit wieder in die Startelf. Bereit, den Kapitän zu ersetzen?
Natürlich. Ich bin immer bereit zu spielen – körperlich und psychisch.
War es schwierig zu akzeptieren, zuletzt nur noch auf der Bank zu sitzen?
Selbstverständlich ist das nicht leicht, wenn man sich plötzlich auf der Bank wiederfindet. Aber wir haben eben eine starke Mannschaft, die Konkurrenz ist groß, und da muss man es auch mal akzeptieren, wenn der Trainer so entscheidet. Dann gilt es, doppelt so hart zu arbeiten, um sich seinen Platz zurückzuerobern.
Als Sie nach Stuttgart kamen, waren Sie sofort Stammspieler, eine Eingewöhnungszeit gab es nicht. Zuletzt saßen Sie dann oft auf der Bank, wie fällt insgesamt Ihr Fazit aus?
Am Anfang lief es tatsächlich richtig gut für mich und auch für die Mannschaft. Das Vertrauen des Trainers und der Mitspieler war sehr wichtig, dadurch konnte ich mich schnell anpassen. Und dass wir uns jetzt noch für die Europa-Liga qualifiziert haben, rundet meine erste Saison beim VfB ab.
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