Stuttgart - Eigentlich sollte es am vergangenen Montag zur ersten Sitzung des VfB-Fanausschusses nach der Verabschiedung des DFL-Sicherheitskonzepts kommen. Auf Wunsch der Fanvertreter wurde das Treffen allerdings auf den 14. Januar verschoben. „Es gab zunächst internen Gesprächsbedarf“, erklärte Oliver Schaal, der Sprecher der Ultras Commando Cannstatt. Rund 25 Anhänger setzten sich daher ohne Vereinsvertreter zusammen. Die Fans ärgern sich darüber, dass VfB-Präsident Gerd Mäuser bei der Abstimmung auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am 12. Dezember zwei Punkten (Einlasskontrollen und Gästeticketkontingent) zugestimmt hat, obwohl der Ausschuss empfohlen hatte, sie abzulehnen. „Ich hätte gerne erklärt, warum wir so entschieden haben“, sagte Mäuser, der das Gefühl hat, „dass sich nicht alle intensiv mit dem Papier auseinandergesetzt haben“. Ärger gibt es bei den Fans zudem, weil es bislang keine direkte Stellungnahme an ihre Adresse gegeben habe – erst am Dienstag wurde ein offener Brief auf der Homepage veröffentlicht (www.vfb.de). „Unser Kommunikationsbedürfnis wurde unzureichend befriedigt“, sagt Schaal.

Unabhängig von diesen Problemen will der VfB künftig besser auf seine Fans eingehen. Vom 1. Januar 2013 an gibt es je eine zentrale E-Mail-Adresse und Telefonnummer, die noch bekanntgegeben werden und unter denen die Anhänger Wünsche und Anregungen loswerden können. „Bislang gibt es rund 70 verschiedene E-Mail-Adressen, unter denen die Fans Kontakt zum Verein aufnehmen“, sagt Stefan Heim, der den neuen Direktionsbereich Mitglieder- und Fanservice/Sonderprojekte leiten wird.