Stuttgart – Der Mentaltrainer Thomas Baschab, der schon mit dem VfB Stuttgart gearbeitet hat, setzt auf die Wirkung von Erfolgserlebnissen – auch außerhalb des Fußballplatzes.

Herr Baschab, wenig Selbstvertrauen führt zu Fehlern, Fehler zu wenig Selbstvertrauen. Was kann der VfB tun, um aus dieser Spirale rauszukommen?
Wer verunsichert ist, macht Fehler. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, braucht die Mannschaft einen Umkehreffekt – sie muss ein Spiel gewinnen.


Das ist einfach gesagt. Wie kann die Mannschaft das schaffen?
Sie muss aus ihrem Trott rausgeholt werden – durch etwas Neues im Training zum Beispiel. Die Spieler müssen etwas Extremes machen, von dem sie dachten, sie könnten es nicht. Ich habe 2000/2001 mit Ralf Rangnick beim VfB gearbeitet und war mit der Mannschaft mal in einem Hochseilgarten. Man muss gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen.

Das nächste Spiel ist schon am Donnerstag in der Europa League gegen Genk. Bis dahin ist wenig Zeit  . . .
Ich glaube, dass Genk kein Problem, sondern eine Chance ist. Das Spiel könnte genau diesen Umkehreffekt haben, der das Selbstvertrauen zurückbringt. Das ist ein anderer Wettbewerb, steht also nicht in Zusammenhang mit dieser Negativserie in der Bundesliga. Aber den Schwung eines Sieges könnte die Mannschaft am Sonntag mit nach Hoffenheim nehmen. Genk kommt also gerade richtig.