Stuttgart - Fredi Bobic, der Manager des VfB Stuttgart, will seinen Spielern helfen, das verlorene Selbstvertrauen wiederzufinden.

Herr Bobic, wie bauen Sie Ihre Spieler nach der fünften Niederlage in Folge wieder auf?
Klar ist: Wir liegen im Dreck und müssen da erst mal wieder rauskommen. Die Jungs sind am Boden, und es wäre keine Kunst, jetzt auch noch draufzutreten. Aber nun ist vor allem mentale Stärke gefragt. Wir werden viele Gespräche führen und die Fehler ansprechen. Wir müssen den Spielern aber auch zeigen, dass wir ihnen vertrauen. Sie müssen an ihre Qualität glauben und ihr Selbstvertrauen wiederfinden. Die Aufarbeitung der Niederlage hat am Sonntag begonnen. Wir werden nun den Blick nach vorne richten und ruhig bleiben. Dabei hilft uns die Erfahrung der vergangenen Jahre. Wir haben es immer wieder geschafft, aus solch schwierigen Situationen herauszukommen.

Was muss am Donnerstag gegen Genk und dann in Hoffenheim besser werden?
Es war ja schon vieles positiv – auch gegen Bremen. Aber wir müssen noch konzentrierter zur Sache gehen, noch kompakter stehen. Und vor allem die Fehler abstellen. Es ist schon ärgerlich, dass wir uns die gute Ausgangsposition, die wir uns in der Hinrunde erarbeitet hatten, nun erst mal kaputtgeschossen haben. Über die Europa League brauchen wir derzeit nicht zu reden. Das wäre nach fünf Niederlagen in Folge verfehlt. Nun müssen wir erst einmal 40 Punkte holen. Dann sehen wir weiter.

Was macht Ihnen Hoffnung?
Ich finde es sehr beruhigend, dass die Spieler selbstkritisch mit der Situation umgehen. Sie sprechen offen über ihre Fehler und suchen nicht nach Ausreden. Nun müssen sie die Antwort auf dem Platz geben. Wir brauchen Erfolgserlebnisse, sonst besteht die Gefahr, dass wir uns nach unten orientieren müssen.