
Stuttgart - Das Stuttgarter Ballett bekommt mit dem Sportwagenbauer Porsche erstmals einen Hauptsponsor. Bei der Förderung handele es sich um eine „langfristig angelegte Partnerschaft“, teilten die Porsche AG und das Ensemble zur Vertragsunterzeichnung am Freitag mit.
Über die Höhe des Engagements wurde nur bekannt, dass es um eine sechsstellige Summe pro Jahr geht und der Vertrag zunächst drei Jahre läuft. Bisher habe das Ballett keinen herausragenden Premiumsponsor gehabt, der derart finanziell unterstützt wie von nun an Porsche. Das Unternehmen will „künftig Auftritte und Veranstaltungen der weltweit renommierten Ballettcompagnie fördern“.
"Kraftvolle, dynamische Ästhetik, hinter der sehr viel Technik steckt"
Der für seine maskulinen Rennwagen berühmte Autobauer sieht in der Unterstützung der 66 Tänzer des Ensembles eine gelungene Symbiose. „Unsere Häuser verbindet nicht nur Regionalität und Globalität, sondern auch kraftvolle, dynamische Ästhetik, hinter der sehr viel Technik steckt“, erklärte der Porsche-Personalvorstand Thomas Edig.
Das Stuttgarter Ballett tanzt seit Jahrzehnten an der Weltspitze. Für den Ballettintendanten Reid Anderson ist das Sponsoring eine wichtige Hilfe im Wettstreit um den besten Nachwuchs: „Die Unterstützung von Porsche erlaubt es uns, den Fokus neben der Pflege des choreographischen Erbes auf der entschiedenen Förderung junger tänzerischer wie choreographischer Talente zu halten“, sagte er laut Mitteilung. „Ein so starker Partner bringt kräftigen Rückenwind für unsere künstlerische Arbeit.“ Mit dem Geld des Sportwagenbauers wachse zudem der Spielraum für „mutige künstlerische Entscheidungen“.
"Corporate Social Responsibility"
Kulturförderung ist für die Porsche AG nicht neu. Am Standort Leipzig unterstützt sie das Gewandhaus-Orchester. Insgesamt gibt es bei den Schwaben fünf Sponsoring-Säulen: Sport, Bildung/Wissenschaft, Kultur, Umwelt/Nachhaltigkeit und Soziales. Wie eine Porsche-Sprecherin am Freitag sagte, liegt der diesjährige Etat für die Förderung insgesamt „in einem zweistelligen Millionenbereich“.
Unter der Überschrift „Corporate Social Responsibility“ (auf deutsch: unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft) kümmern sich immer mehr Firmen um Aktionen und Sponsorings, die im Idealfall den Zusammenhalt in der Belegschaft stärken, einen guten Zweck unterstützen und obendrein hervorragende Werbung sind. Porsche erzielte 2011 mit 118 867 Fahrzeugen den besten Absatz aller Zeiten.
Unter dem Titel „Legendäre Meisterwerke“ präsentiert sich das Landesmuseum Württemberg neu.
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