Pforzheim/Unterreichenbach. Klaus Hruby ist tot. Der am 5. Oktober 1941 im schlesischen Greiffenberg geborene Künstler ist nach langer, schwerer Krankheit in Hamburg gestorben. Seit 1972 war Hruby, der im Unterreichenbacher Teilort Kapfenhardt gelebt hat, in Pforzheim als Grafiker und Maler tätig.

Zunächst hatte er sich von 1956 bis 1958 bei Kurt Kölling in Ilsenburg bei einem Privatstudium der Malerei gewidmet, von 1965 bis 1967 nahm er dann Unterricht bei dem Kunstmaler Hein König im Münchner Stadtteil Schwabing. Durch ein Studium der Gebrauchsgrafik an der Akademie für das Graphische Gewerbe in der bayerischen Landeshauptstadt verfeinerte Hruby von 1967 bis 1971 seine Arbeitstechnik und seinen Ausdruck.

Hruby, der sich seit Anfang der 70er-Jahre an zahlreichen Gruppenausstellungen beteiligte, hat mit seinen zumeist in Mischtechnik gefertigten Arbeiten stets große Aufmerksamkeit erregt. Im Schloss Neuenbürg und im Alten Rathaus Pforzheim waren seine Werke in Gruppenausstellungen ebenso zu sehen, wie in der Galerie im Rundbau GKN-Neckarwestheim. Dort zeigte Klaus Hruby 1993 auch einen großen Querschnitt seines Schaffens bei einer Einzelausstellung. In den Folgejahren waren seinen Arbeiten bei größeren Einzelausstellungen im Pforzheimer Rathauspavillon, im Rathaus Birkenfeld, in der Galerie Brötzinger Art oder in der Galerie Temporär in Calw zu sehen. Hruby hat sich mehrfach an der "Ortszeit" beteiligt. Bei der achten Auflage des Wettbewerbs für Künstler aus dem Nordschwarzwald gewann er mit seinem in Mischtechnik gefertigten Bild "Architektur III" den zweiten Preis.

Hrubys Bilder haben häufig Schilderungen realer Gegebenheiten und existenzieller Zusammenhänge zum Thema. Der Künstler hat in seinen Arbeiten oft Vertrautes mit Fremdem kombiniert.

Hruby wird auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof beigesetzt. Die Trauerfeier findet am heutigen Freitag ab 13.30 Uhr im jüdischen Teil des Friedhofs statt.