
Von Wolfram Eitel Unterreichenbach. Seit alters her veranstaltet der Unterreichenbacher Gesangverein Freundschaft am zweiten Weihnachtsfeiertag seine Abendunterhaltung.Auch in diesem Jahr konnte Vorsitzender Jürgen Rothfuß in der Tannberghalle wieder ein volles Haus begrüßen und den Gästen ein ansprechendes Programm ankündigen. Nach den Feiertagen ist es sicher nicht gerade einfach, auf die wechselhafte Stimmungslage zwischen den Jahren einzu-gehen: Weihnachtliches zum Ende des Christfestes, Besinn-liches zum Rückblick auf das alte und außerdem noch ein optimistische Blick auf das kommende Jahr. Aber dem Chorensemble unter der Leitung von Frank Ramsayer gelang es schon zum Auftakt trefflich, sich mit Weihnachtsklängen und mit einem bestens gelungenen Vortrag von Beethovens "Hymne an die Nacht" in diese Stimmungsvielfalt einzupassen.
"Oh Du fröhliche" sang der ganze Saal anschließend be-geistert mit und leitete damit zu den weihnachtlichen Weisen der "flötenden Engel", einer sechs Kinder umfassenden Flötengruppe unter der Leitung von Elvira Bernhardt, über. Viel Applaus erhielten die Engel für ihren Vortrag, und mit kräftigem Beifall wurde auch die zwölf Frauen und zehn Männer des Chores zu ihrem zweiten Auftritt wieder empfangen. Dieser hat sich wohl nicht nur durch das gemeinsame Singen zu Beginn in die Herzen der Gäste gesungen, sondern auch mit einer respektablen Werbung für den Chorgesang. "Maestro" Ramsayer ist es nämlich an diesem Abend wieder gelungen, ein stimmlich gut ausbalanciertes Ensemble zu präsentieren und das solistische Potential innerhalb seiner Männergruppe zu nutzen.
Beispielhaft konnte man dies beim Vortrag von Amanda McBrooms "Die Rose" hören, aber noch viel besser bei den bemerkenswerten Einlagen der beiden Solisten Ralph Günther und Andreas Weiskopff. Mit Swing- und Soulklängen leitete der Chor darauf über zu einem wahren Feuerwerk der guten Laune. Davon profitierte auch die Damengymnastikgruppe des Fußballclubs Unterreichenbach unter der Leitung von Ursula Rathfelder Frenetisch wurde sie nach ihrer bunten und pfefferigen südamerikanischen Tanzeinlage bejubelt.
Zum Höhepunkt schließlich wartete die Laienspielgruppe des Gesangvereins mit einer deftigen Verwechslungskomödie auf. "Der Lover aus dem Internet" sorgte für vielerlei Turbulenzen. Am Ende aber bekamen sich alle, die Tina Presskopf ihren Florian Lieblich, die Tosca ihren Paul. Alle waren es zufrieden mit dem harmonischen Ausgang und klatschten viel Beifall für die tüchtigen Akteure. Frohgelaunt traten sie nach einem abschließenden geselligen Zusammensein den Heimweg an.