Unterkirnach Pfadfinder gewinnen Einblicke in Bräuche und Kulturen
Schwarzwälder-Bote, 19.08.2012 15:00 UhrVon Hans-Jürgen Kommert Unterkirnach. Sieben junge Unterkirnacher machten sich auf den Weg, um am Sommerlager des Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Baden teilzunehmen. Der junge Stamm "Kirneck" freute sich auf die Zusammenkunft mit mehr als 400 Gleichgesinnten auf dem großen Zeltplatz in Hauenstein in der Pfalz.
Der VCP erreicht junge Menschen von Bad Säckingen im Süden bis Weinheim im Norden und im Osten vom Bodensee. Mehr als ein Jahr lang dauerten die Vorbereitungen für das Lager. Komplett in ehrenamtlicher Regie organisiert, benötigte es allein 60 Mitarbeiter, die sich unter anderem um Verpflegung, Programm oder Infrastruktur kümmerten. Denn: Gemeinsam mit so vielen Menschen zu zelten, bedeutet auch einen enormen logistischen Aufwand. So wurden allein 281 Kilogramm Nudeln, 413 Gläser Nutella und 4986 Flaschen Sprudel verbraucht und 634 Rollen Klopapier benutzt.
Unter dem Motto "Aleikum Salam – Aufbruch im Morgenland" präsentierte das Lager eine spielerische Reise vom Orient bis in das lange Zeit unbekannte Land China. In der Oase mitten im Pfälzer Wald, dem Zuhause auf Zeit für die jungen Pfadfinder, wurde viel gebastelt und gewerkelt. Es galt, voneinander zu lernen. Aber auch das gemeinsame Singen am Lagerfeuer, Spielen auf der Wiese oder Wandern mit Übernachtung unter freiem Himmel standen auf dem Programm.
Besonders in Erinnerung bleibt vielen Teilnehmern die Begegnung mit internationalen Gästen. Besucher aus Costa Rica, Südafrika oder den USA gewährten mit ihren ganz eigenen Bräuchen und ihrer Musik den badischen Pfadis Einblicke in fremde Kulturen. Auch dem feierlichen Sonntagsgottesdienst bei strahlendem Sonnenschein wohnten hunderte Pfadfinder bei. Ein besonderer Höhepunkt für die Gruppe aus Unterkirnach war außerdem der Besuch des eigens aufgebauten Waldseilgartens in bis zu 13 Metern Höhe, dessen schwierigste Elemente nur gemeinsam bewältigt werden konnten. Erschöpft, aber voller neuer Eindrücke verließ die Gruppe aus dem Stamm Kirneck diese Oase nach zehn Tagen in Richtung Heimat.


