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Von Andreas Wende
Unterkirnach. Gedämpfte Musik schallt durch das Foyer des neuen Rathauses. Sie begleitet Bodenleger, Elektriker und andere Handwerker bei ihrer Arbeit im größten Bauprojekt der Gemeinde.
"Bis zur Fasnet wollen wir mit der Inneneinrichtung fertig sein", sagt Kämmerer Lutz Kunz. Im März wird mit den Baumaßnahmen an den Außenanlagen begonnen. Dort wird aufgepflastert; dann entsteht eine Außentreppe, die sich vom Straßenniveau zum Zugang der neuen Verwaltungszentrale erhebt. Ein Brunnen soll zum Blickfang vor dem Rathauseingang werden. Zum Abschluss dieses Bauabschnitts werden Pflanzen gesetzt. Kunz freut sich über den Winter, der sich bislang als sehr zahm erwiesen hat und den Fortgang der Arbeiten kaum beeinträchtigen konnte.
Der Rundgang mit dem Finanzverwalter der Gemeinde beginnt zu ebener Erde in der Eingangshalle. In dem Büro, wo später einmal die Touristinformation untergebracht werden soll, hat in den nächsten beiden Tagen noch der Bodenleger zu tun. Er wird sich anschließend auch noch den beiden Treppen widmen, die in die oberen Stockwerke führen. Wer keine Stufen steigen will, dem kann schon jetzt geholfen werden: Ein Aufzug wurde installiert und ist bereits in Betrieb.
Im Foyer soll ebenfalls ein Brunnen aufgestellt werden, der in Kombination mit Pflanzen zu einer entspannenden Atmosphäre beitragen soll. Im Archiv, ebenfalls vom Foyer aus zugänglich, steht bereits eine moderne Rollblockanlage. Blickt der Besucher im Eingangsbereich nach oben, erkennt er das transparente Dach, durch das Tageslicht fällt. Dessen Intensität wird derzeit allerdings von einer dünnen Schneedecke gedämpft.
Im erste Stock umgeben Büros das Treppenhaus. Hier kann sich auch der Kämmerer schon mal an den neuen Ausblick Richtung Mühlenplatz gewöhnen. Der Eckraum mit zwei Fenstern nach Süden und Westen ist auch beim gestrigen Winterlicht gut ausgeleuchtet. Sollte es im Sommer zu hell und zu heiß werden, können in sämtlichen Arbeitsräumen Außenjalousien heruntergelassen werden. Auch im Sitzungssaal auf gleicher Ebene warten die Möbel auf ihre Benutzer. In diesem Stockwerk legen Handwerker dieser Tage noch letzte Hand an die sanitären Einrichtungen.
Im zweiten Obergeschoss hat Bürgermeister Gerold Löffler den gleichen Ausblick wie Kämmerer Lutz Kunz, aber mehr Platz in seinem Büro: Löffler verfügt, wie an seinem derzeitigen Arbeitsplatz, auch in den neuen Räumen über eine Besprechungsecke.
Das Rathausteam "muss eigentlich nur noch seine Bürostühle ins neue Haus mitnehmen", beschreibt Kämmerer Kunz den weiteren Ablauf der Ereignisse. Solange im Außenbereich noch gebaut wird, sei an einen Umzug allerdings nicht zu denken. Und wie der im einzelnen aböaufen wird, weiß Kunz auch noch nicht. Außer den oben erwähnten Bürostühlen müssen Unterlagen, Aktenstücke und anderes Arbeitsmaterial vom alten Rathaus an der Hauptstraße zur neuen Adresse an der Villinger Straße transportiert werden. Ob man dafür einen Tag schließt und nur eine Notbesatzung an der Arbeit lässt oder der Umzug während der laufenden Geschäfte organisiert wird, ist noch nicht klar.
Eines aber ist in jedem Fall gewiss: Der Bevölkerung soll das neue Domizil im Juli während des diesjährigen Dorffestes bei einem Tag der offenen Tür präsentiert werden – wahrscheinlich am Freitag, 20. Juli. Bis dahin hat der Arbeitsalltag dort allerdings schon lange Einzug gehalten, ist Kunz sicher. Und so mancher Bürger wird den Neubau dann schon "dienstlich" kennengelernt haben.
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