Unterkirnach Höfe erhalten einen Anschluss
Schwarzwälder-Bote, 03.07.2012 00:00 Uhr
Im Bärloch ist der Anschluss der Kläranlagen in St. Georgen angelangt, so dass auch Unterkirnach dazu stoßen könnte. Foto: KommertFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Hans-Jürgen Kommert Unterkirnach/St. Georgen. Der Anschluss der privaten Kleinkläranlagen im Unterkirnacher Stockwald an die Kläranlage in St. Georgen rückt näher. Ein Gespräch mit den betroffenen Grundstückseigentümern ist am 24. Juli geplant.Seit einigen Jahren fließt das Abwasser aus dem St. Georgener Ortsteil Oberkirnach in die Kläranlage von Unterkirnach. Bereits damals galt diese Kooperation als Werbung für interkommunale Zusammenarbeit. Das Anschließen von Gebäuden im Außenbereich ist eine seitens der Behörde forcierte Maßnahme. Zugleich besitzen nur noch wenige der privaten Kleinkläranlagen eine Genehmigung.
Die Stadt St. Georgen hatte den Einwohnern von Stockwald und Stockburg den Vorschlag unterbreitet, sich nach dem "Brigacher Modell" an die Kläranlage St. Georgen anzuschließen. Dies bedeutet, dass die Kommune die Materialkosten sowie die Vermessung übernimmt, die Grabarbeiten aber die Bürger entweder finanziell oder durch Eigenleistung übernehmen.
Zugleich wandte sich die Verwaltung der Bergstadt an die Nachbarkommune. Falls Interesse bestünde, könnten sich die Bürger des Unterkirnacher Stockwalds ebenfalls beteiligen. Denn Unterkirnach hat Probleme, die Gehöfte des Stockwalds an die eigene Kanalisation anzuschließen. In einer ersten Bürgerversammlung hatten die meisten der Betroffenen ihr Einverständnis erteilt, so dass die Gemeinde einen Zuschussantrag stellte.
Die Mittel stehen längst zur Verfügung (wir berichteten), die Bürger des Stockwalds auf St. Georgener Gemarkung sowie die Einwohner Stockburgs sind schon so weit fortgeschritten, dass nun auch Unterkirnach dazu stoßen sollte. Die Arbeiten haben nämlich die Höhe des Bärlochs erreicht. Doch die Bürger hatten bisher keine Ahnung, wie weit die Planung mittlerweile gediehen ist.
Normalerweise müsste nun eine Gründungsversammlung erfolgen, doch seitens der Kommune herrschte Schweigen. Eine Hofstelle habe aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen wollen, erklärt der zuständige Mitarbeiter, Ralf Scherer. Zudem sei er bisher der Meinung gewesen, dass die Kommune viel mehr eingreifen müsse. Ein Gespräch mit der Nachbarstadt und Ernst Laufer, Leiter der Grabgemeinschaft, habe ihn jedoch überzeugt: "Die Unterkirnacher können innerhalb eines Jahres angeschlossen werden und sollen die vollen Kosten von insgesamt rund 10 000 Euro auch komplett bezahlen." Bei den Grundstücksbesitzern bestehe generell Interesse, die Kosten müssten sich jedoch verteilen.
Nun sind die Bürger zu dem Gespräch am 24. Juli eingeladen. Unter anderem kommt zur Sprache, dass die Firma Ernst und Co. mit der Vermessung der Kläranlagen und der Anschlussstränge beauftragt ist. So stehe der Gründungsversammlung in Unterkirnach nichts mehr im Wege. Die Bürger sollten sich mit der St. Georgener Grabgemeinschaft kurzschließen. Seitens der Nachbarn stehe Ernst Laufer Rede und Antwort, betonte Scherer. Auf die Bürger komme allerhand zu. Es gelte nun, einen Vorstand zu suchen, der dann schnellstmöglich die Arbeiten ausschreibt.


