Von Stephan Hübner

Unterkirnach. Pfadfinder des VCP-Stammes Kirneck brachten am Sonntagabend das "Friedenslicht" nach Unterkirnach.

Der Ort ist damit Teil einer weltweiten Aktion, die 1986 das oberösterreichische Landesstudio des ORF ins Leben gerufen hat. Entzündet wurde das Friedenslicht wie in jedem Jahr in der Vorweihnachtszeit von einem Kind in Bethlehem, genauer gesagt in der Geburtsgrotte Jesu. Von dort aus ging es auf die Reise nach Wien, wo es dann am dritten Advent, nach einem Aussegnungsgottesdienst, weiter verteilt wurde.

Ausländische Pfadfindergruppen aus verschiedensten Ländern beteiligen sich seit 1989 an der Aktion. Die Flamme geht dabei nicht nur nach Deutschland und in die Schweiz, sondern auch nach Polen, die Slowakei oder mittlerweile gar nach Kanada und in die USA. Geworben werden soll so für Frieden und Völkerverständigung.

In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto "Mit Frieden gewinnen alle". Allein für Deutschland führt die Internetseite www.friedenslicht.de inzwischen über 200 Orte auf, in denen die Flamme aufgenommen wird.

Unterkirnach ist mit seiner Pfadfindergruppe, dem VCP-Stamm Kirnach, einer davon. Das Licht nahmen Alexander und Moritz Damrau sowie Diana Gleiche in Karlsruhe entgegen. Eine Station der Reise waren die örtlichen Kirchen, in denen das Licht noch bis Weihnachten leuchten wird. Beim Mühlentreff warteten außerdem bereits einige Einwohner auf die Gruppe, um ihr eigenes Licht entzünden zu können. Gemeinsam mit diesen "Menschen guten Willens", an die das Licht verteilt wurde, sangen die Pfadfinder, dazu wurde gebetet. Auch gab es Gedanken zum Frieden. Das Licht und die Sehnsucht danach ziehe sich durch die gesamte heilige Schrift, so Alexander und Moritz Damrau sowie Diana Gleiche. Man müsse achtgeben, dass die kleine, vom Auslöschen bedrohte Flamme, nicht ausgehe. Genau so sollten die Menschen nach Frieden streben, so die drei von der Pfadfindergruppe.