Von Hans-Jürgen Kommert

Unterkirnach. Beim Skiclub Unterkirnach ging in der 30. Hauptversammlung eine Ära zu Ende. Vorsitzender Wolfgang Vromen war fast das gesamte Jahr über auf der Suche nach einem Nachfolger – letztlich hat er es geschafft.

Nach 29 Jahren im Vorstand, davon 28 Jahre als Vorsitzender, konnte Vromen am Freitag den Vorsitz abgeben. Doch zunächst gab es einen Blick zurück auf eine durchwachsene Saison. Schriftführerin Gisela Teuffel erwähnte die gelungene Saisonvorbereitung, die Skigymnastik mit Andreas Fehrenbach, der auch eine Rücken- und Wirbelsäulengymnastik anbietet. "Wir haben immer Riesenspaß, auch wenn er uns manchmal quält", stellte sie fest.

Einen Minimalgewinn nach einer "roten Null" im Vorjahr konnte Kassierer Egon Baur vermelden. Zugleich kündete auch er seinen Rückzug an – in zwei Jahren will er nicht mehr kandidieren, klärte er die Mitglieder auf.

Saisonbeginn ist beim Skiclub traditionell bereits im Dezember. Am 18. Dezember ging es für vier Langläufer auf die Martinskapelle. Am 28. Dezember ging die seit langen Jahren durchgeführte Fackelwanderung mit rund 30 Teilnehmern über die Bühne. Eine "sehr zufriedenstellende Saison" nach turbulentem Beginn sah Susanne Wohlfarth als Sportwart Alpin.

Zwar sei die Ausfahrt nach Lenzerheide dem Sturmtief Andreas zum Opfer gefallen. Auch der Besuch der Hochwaldloipe für die Langläufer sei einmal mehr wegen Schneemangels ausgefallen, klärte Sportwart nordisch Norbert Kienzler auf. Doch die Ausfahrt nach Davos mit 26 Teilnehmern aus beiden Lagern sei "ein Kracher" gewesen. Wegen schlechten Wetters sei auch die "Thurnerspur" ein Wetteropfer geworden. Zwei Läufer seien dafür zur Martinskapelle gefahren. Selbst der Schluss am Rande des Feldbergs Ende Februar sei durch sehr wechselhafte Bedingungen und eine schlechte Spur gekennzeichnet gewesen.

Anders bei den Alpinen: Die verbrachten mehrere Tage, vom 2. bis 4. März in Warth-Schröcken – und fanden es einfach toll.

Doch nicht nur im Winter kann man beim Skiclub etwas erleben. Wilfried Kaiser hatte wieder mehrere Wander- und Radtouren im Programm. Allerdings wurde auch hier so manche Planung durch das Wetter durcheinander gewirbelt. Selbst die Motorradausfahrt mit Norbert Kienzler ins Allgäu litt unter feuchter Witterung.

Bei den Wahlen wurde der Vorstand kräftig aufgemischt. Einstimmig wurde Susanne Wohlfarth als Nachfolgerin von Wolfgang Vromen zur Vorsitzenden gekürt. Im Amt bestätigt wurde turnusgemäß der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Kodet, auch Kassierer Egon Baur wurde einstimmig bestätigt. Sportwart nordisch wurde für Norbert Kienzler, der nicht mehr kandidierte, Wolfgang Vromen. Da Susanne Wohlfarth die Doppelbelastung nicht auf sich nehmen wollte, stellte sie ihr Amt als Sportwart Alpin zur Verfügung. Hier sprang Markus Burkart in die Bresche, der einstimmig in dieses Amt gewählt wurde. Bei der Bestimmung der Kassenprüfer gab es ein Novum: Lothar Dufner sagte spontan wieder zu, Rita Funke hatte bereits erklärt, sie wolle nicht mehr. Dafür meldete sich Bernd Faller, der sehr bestimmt zusagte, in zwei Jahren auch die Nachfolge des Kassierers antreten zu wollen.