Von Hans-Jürgen Kommert

Unterkirnach. Der ökumenische Frauenkreis in Unterkirnach ist eigentlich kein Verein, dennoch ist er aus dem Vereinsleben im Dorf nicht wegzudenken. Zwar gehört er zur katholischen Kirche, dennoch ist den Frauen der ökumenische Gedanke sehr wichtig.

"In den 1970er Jahren wurde der Kreis von jungen Müttern ins Leben gerufen. Damals ging es in der Hauptsache darum, Gelder zu sammeln für den Bau eines Kindergartens", erinnert sich die Vorsitzende Berta Weißer. Der damalige Pfarrer Eichkorn habe die Frauen damals sehr unterstützt, weiß sie noch. Selbst nachdem der Kindergarten heute schon mehrfach erweitert wurde, ohne dass die Frauen dafür Geld sammeln mussten, sind sie noch immer aktiv.

Rund 50 Mitglieder habe der Kreis, davon sei etwa die Hälfte stets aktiv dabei, wenn sie sich einmal monatlich treffen. Ab September häuft sich das, wegen des Weihnachtsmarkts.

"Wir sind ein Team von fünf Frauen, das den Kreis leitet. Und dabei geht es in erster Linie um eine kleine Richtung, die wir vorgeben", erläutert Berta Weißer. Und noch etwas ist ihr sehr wichtig: "Der christliche Gedanke steht bei uns immer im Vordergrund", erklärt sie. Daher gebe es immer eine Maiandacht und stets seien sie beim Weltgebetstag dabei. Auch bei der Adventsfeier sitzen sie nicht einfach zusammen – Gemeindereferentin Evelyn Zinser ist dabei und gibt einen "vorweihnachtlichen Impuls", dabei werden christliche Lieder gesungen und es wird gebetet.

Die Haupteinnahmequelle der Frauen ist seit vielen Jahren der Weihnachtsmarkt. Dass sie dafür monatelang gewerkelt und gebastelt haben, ist Berta Weißer nur eine kurze Bemerkung wert. Dass etliche Frauen Weihnachtsgebäck hergestellt haben, erwähnt sie mit einer Zahl: "Wir haben 35 Kilogramm Gebäck gehabt und waren um 16 Uhr ausverkauft", stellt sie fest. Vieles von dem, was die Frauen am Weihnachtsmarkt verkauften, war gespendet, doch bei vielen anderen Dingen galt es, die Materialkosten zu bezahlen. Der Erlös aus dem Markt geht nicht in die Kasse des Frauenkreises, sondern wird gespendet. In diesem Jahr erhält der Peru-Kreis 250 Euro. Und den Löwenanteil bekommt wie immer die Sozialstation, das sind in diesem Jahr 1600 Euro.