
Nur jeder zehnte Bundesbürger möchte nach einer Studie der Allianz den Traum von den eigenen vier Wänden im Zentrum einer großen Stadt verwirklichen. Am liebsten würde jeder dritte zukünftige Eigenheimbesitzer aufs Land ziehen, ein weiteres Drittel bevorzugt nach dieser Untersuchung den Speckgürtel einer Großstadt. Mehr als jeder Vierte der Befragten sieht seine Wunschimmobilie in einer kleineren Stadt.
Wunsch und Wirklichkeit stimmen beim Standort der eigenen Immobilie dabei weitgehend überein, hat das Marktforschungsinstitut Forsa herausgefunden. Die Immobilienbesitzer würden Regionen bevorzugen, die auch zu ihrem Einzugsgebiet gehörten. Allerdings könnte sich diese Verteilung in den kommenden Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung zugunsten citynaher Lagen verändern, vermutet Dr. Peter Haueisen, Fachbereichsleiter Baufinanzierung bei der Allianz Leben. Nach wie vor spielt auch die Art der Immobilie eine große Rolle. So wünschen sich drei von vier künftigen Eigenheimbesitzern ein eigenes, möglichst frei stehendes Haus, gefolgt von der Eigentumswohnung, der Doppelhaushälfte und schließlich dem Reihenhaus, so die Studie. Hier lägen aber Wunsch und Wirklichkeit oft weit auseinander, weiß Haueisen. Die Hälfte der Darlehensnehmer würde ein frei stehendes Haus finanzieren, jeder vierte Kunde eine Eigentumswohnung. Dabei erfolge der Einstieg in das selbst genutzte Wohneigentum häufig zunächst über die Eigentumswohnung. Der Traum vom frei stehenden Einfamilienhaus werde dann später verwirklicht.
Jeder zweite Bundesbürger befürchtet nach einer Umfrage des IMWF-Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Immobilienfinanzierers Interhyp indes, bei der Finanzierung seiner Wunschimmobilie zu scheitern. Vor allem unkalkulierbare Zusatz- und Baunebenkosten stünden bei den Sorgen der Befragten - 82 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer - ganz oben. Zumindest in der konkreten Bauphase seien diese Bedenken zumeist unbegründet, so der Praxisbericht von Architekten im Rahmen der Interhyp-Studie.