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Umfrage zum OB "Schuster ist jemand ohne Charakter"

Johannes Koch, vom 10.01.2012 05:12 Uhr
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Was halten die Stuttgarter davon, dass Wolfgang Schuster nicht noch mal zur OB-Wahl antreten will? Klicken Sie sich durch unsere Umfrage.  Foto: Piechowski
Was halten die Stuttgarter davon, dass Wolfgang Schuster nicht noch mal zur OB-Wahl antreten will? Klicken Sie sich durch unsere Umfrage. Foto: Piechowski
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In der Stuttgarter Innenstadt nehmen viele Bürger den Verzicht Wolfgang Schusters auf eine erneute Kandidatur gefasst auf. Sie kritisieren den Umgang mit dem Thema Stuttgart 21 – und hoffen nun auf neue Impulse, auch in anderen Bereichen.

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Kommentare (2)
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JAN
25
10:38 Uhr, geschrieben von Hermann Palmer
Anerkennung für den mutigen Kommentar
Ob das alleine ein Frage des Charackters ist, möcht ich bezweifeln. Für mich macht Schuster den Eindruck, dass er nicht normal ist. Über "Norm" in der Politik kann man sich streiten. Da ist eigentlich nichts normal im Sinne demokratischer Grundgedanken. Schuster aber ist ein Paradebeispiel für einen Menschen ohne jeden analytischen Verstand, der in einem solchen Amt Grundvoraussetzung sein sollte. Gegen z.B. einem Boris Palmer (Tübingen) kommt Schuster unglaublich tump rüber. Boshaftigkeit, Rücksichtslosigkeit, Einfalt, Ignoranz sind als Grundmuster einer Persönlichkeit nicht normal, weichen also selbst von unserer verbogenen "Norm" in der Politik ab. Jeder möge nun für sich entscheiden, wie weit Schuster diesem Bild entspricht.
JAN
11
11:50 Uhr, geschrieben von Roland Späth
So weit würde ich nicht gehen
Auch ein Schuster hat einen Charakter, denn das Wort scheint zwar positiv besetzt, ist es aber nicht.Charakter kann sowohl schlecht als auch gut sein, insofern ist die Aussage "keinen Charakter" so nicht richtig. Schuster muss auch nicht zwangsläufig ein schlechter Charakter sein, er ist eher ein belangloser OB, er hat sich in seiner Zeit nicht wirklich um die Bürgerbelange geschert, er hat das Süppchen der CDU gekocht, nicht mehr und nicht weniger. Er war auch ein Pragmatiker, der glaubte, alles, was möglich ist, auch durchziehen zu müssen. So verkaufte er das städt. Trinkwasser an eine US Firma, der die Stuttgarter Bürger nun auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Der eigene Energieversorger wurde ebenfalls aufgelöst und ging in der ENBW auf. Wer, wie auch die BRD, Bahn, Post und Energieversorgungsautonomie aufgibt und dem reinen Kapitalismus anheim gibt, handelt gegen den Volksauftrag und gegen die Interessen des Volkes. Dies sind Staatsverbrechen, denn die Autonomie des Staates, insbesondere vom Kapitalismusterror, ist ein Verfassungsgut und besonders schützenswert. Betrachtet man Stuttgart im Weltspiegel, so spielt es hier nicht die geringste Rolle. Der Schwabe sagt: keine Zähne im Mund, aber la paloma pfeifen. Stuttgart will Weltstadt sein oder werden, man bewirbt sich um Olympiaden und WM's, geriert sich aber kleinbürgerlicher, als das letzte Dorf in der Pampa, die "Gehsteige werden nachts hochgeklappt" und jede Regung der Szene mit Argusaugen verfolgt und möglichst mit "Ordnungsmassnahmen" bedacht. Ein funktionierendes Nachtleben, mit all seinen Schattenseiten, ist aber Vorraussetzung für weltstädtisches Flair. Kein Tourist kommt nacht Stuttgart, wenn nicht auch reichlich Frischfleisch im Angebot ist, wie "biedere Versicherungsmakler- und Politikerreisen" zeigen. Die Oper in Sydney ist hunderttausendmal besser, die Staatsgalerie bietet auch nicht ständig wechselnd Weltniveau und Kleinkunst oder alternative Kultur wird in Stuttgart nun wirklich nicht gefördert.Wo sie sich trotzdem durchsetzt, kommt sie eher kommerziell orientiert daher, klar, wenn die Mieten heruntergekommener Staatsgebäude über dubiose Zwischenvermieter und Makler bestimmt werden. Die Innenstadt wird von einem Konsortium aus Versicherungen und deren Banken sowie extra gegründeten Maklerdienstleistern im Würgergriff gehalten, sämtliche grösseren Bauprejkte sind deren Diktat unterworfen, wobei es denen egal ist, ob Gewinne oder Verluste ausgewiesen werden, da es hier nur um Abschreibungsmöglichkeiten und die Aufteilung des innerstädtischen "Kuchens" geht. Nicht allein Schusters Verdienst, aber unter ihm galoppierte die irreversible Zerstörung der Innenstadt durch "grossmäulige, zum Scheitern verurteilte" Bauprojekte verschiedener Hasadeure. Beispiele: Eberhardtcenter, Königsbaupassagen, Radio Barth Gelände, Calwer Strasse und C.Passage, "Kunst"gebäude (Galerie) am Schlossplatz, Bahnhofszerstörung (Weltkulturerbe). Zerstört und der Privatwirtschaftlichkeit unterworfen wurden auch städt. Strukturen wie das ehem. Marktamt und die Umwandlung des in Landesbesitz befindlichen Königsbaus in eine privatrechtl. Stiftung zur Schaffung von gut dotierten Posten für verdiente, insbesondere schwarze, Regierungsmitglieder. Die anderen "Ferkeleien" kann man hier gar nicht aufzählen, angesichts des SS21 Verbrechens wirken die wie harmlose Schülerstreiche.
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