Tuningen Nur begrenzte Anbaumöglichkeiten
Schwarzwälder-Bote, 13.04.2012 21:52 Uhr
Weil der Platz im Feuerwehrgerätehaus in Tuningen sehr knapp ist, denken Gemeinderat und Verwaltung über eine Erweiterung nach. Foto: BiebersteinFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Erich Bieberstein
Tuningen. Beengte Platzverhältnisse herrschen derzeit im Feuerwehrgerätehaus. Deshalb machen sich Gemeinderat und Verwaltung Gedanken über eine Erweiterung.
Feuerwehrkommandant Reinhard Link schilderte den Räten die Situation im Gerätehaus und begründete die Wünsche der Wehr. Derzeit befinden sich 20 Spinde in offener Art im Gerätehaus.
Beim Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge ergibt sich dabei eine mögliche Gefahrensituation. Auch die Abgase sind nicht förderlich für die Wehrkräfte. Auch fehlt der Feuerwehr für den Bereitschaftsdienst ein Aufenthaltsraum, der auch für die Nachbesprechung erforderlich ist. Zwar hat man im Dachgeschoss einen Besprechungsraum, dieser ist jedoch für die Bereitschaft zu weit entfernt. Zudem ist auch ein Toiletten-Bereich für Damen erforderlich, da derzeit zwei Feuerwehrfrauen in der Tuninger Wehr sind.
Im Rahmen einer Ortsbegehung durch den Bauausschuss wurden bereits verschiedene Möglichkeiten vor Ort geprüft, allerdings sind nur begrenzte Anbaumöglichkeiten vorhanden. Zudem sollten die Kosten und der neu geschaffene Nutzen in einem verträglichen Verhältnis stehen.
Im Rahmen der Umsetzung will man auf jeden Fall die Möglichkeit prüfen, für den Teinosaal einen barrierefreien Zugang zu schaffen, was durch einen Aufzug ermöglicht werden kann.
Stuhllager für die Teinosaalbestuhlung derzeit völlig unbefriedigend
Auch das Stuhllager für die Teinosaalbestuhlung ist derzeit völlig unbefriedigend, denn die Stühle müssen jeweils über eine schmale Treppe in das Halbgeschoss unter dem Saal getragen werden. Dieses Lager könnte man in das jetzige Kommandantenzimmer verlegen, was eine deutliche Verbesserung bedeuten würde. Geprüft wird jetzt, ob durch einen Vorbau die notwendigen Zusatzflächen erreicht werden können.
Bürgermeister Jürgen Roth schlug in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor, den Architekten Ettwein aus Villingen mit der Erstellung eines Gesamtkonzepts zu beauftragen. Grundsätzlich sind die Gemeinderäte mit solch einer Konzeption einverstanden, jedoch wollten sie sich in der öffentlichen Sitzung nicht auf den Villinger Architekten festlegen.
Gemeinderat Emil Maier beantragte, diesen Beschluss allgemein zu fassen und sich jetzt noch nicht auf einen bestimmten Planer festzulegen. Oliver Boschert regte an, in der langfristigen Konzeption grundsätzlich den jetzigen Feuerwehrstandort zu überdenken. Mittel- oder langfristig müsse man ohnehin mit einem Wachstum der Wehr rechnen. Doch für ein weiteres Fahrzeug reicht die Kapazität nicht mehr aus. Derzeit komme man mit dem vorhandenen Fahrzeugpool aus, so Reinhard Link. Wie sich die Wehr jedoch langfristig entwickelt, sei völlig offen. Ein klarer Grund für den jetzigen Standort sei auf jeden Fall die zentrale Lage, allerdings ist die Parkplatzsituation unbefriedigend.
In der nächsten Sitzung will man das Thema nochmals aufnehmen und sich dann auch auf einen entsprechenden Architekten festlegen.


