Triberg - "Der erste Tag war schon immer der schwerste", lautet die Bilanz von Thomas Weisser als Chef-Organisator des Triberger Weihnachtszaubers. Er stellte fest, dass der Auftakt in diesem Jahr mit knapp 3000 Besuchern trotz Dauerregens noch immer "brauchbar" gewesen sei.

Ein kleines Problem stellen die Wassermassen für den Feuermagier Hannes Schwarz und seinen Partner Maximilian Sand dar. An Stelle der eigentlich geplanten Plattform mitten im Wasserfall selbst musste ganz schnell eine Bühne daneben aufgebaut werden. "Da muss ich unseren Leuten eine absolut professionelle Mentalität bescheinigen", lobte Weisser die Mannschaft, die die Plattform im Wasserfall abbaute. "Die sind bei den herrschenden Temperaturen im Neoprenanzug in die Wassermassen rein und haben die Plattform abgebaut", schwärmte er geradezu.

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Grund waren der anhaltende Regen und die dadurch einsetzende Schneeschmelze. Zwar sieht der Wasserfall nun unglaublich spektakulär aus, doch das viele Wasser erlaubt es nun nicht mehr, dass "Saraph" sich mitten in den Wasserstrom begibt.

Dennoch wollten am Mittwoch Hunderte von Bewunderern seine Show sehen, obwohl die Aussichtsplattform dann doch eher gemieden wurde – auch hier setzte der tobende Fall durch die enorme Gischt den Großteil der Plattform unter Wasser. Mehrfach sorgten die beiden Feuermagier für Begeisterung unter den Besucherströmen. Besonders spektakulär als Feuergeiger oder an der "Feuerorgel" sorgte Schwarz für magische Momente.

Die konnte man auch auf der Bühne im Kurhaus erleben mit dem Magierpaar Timothy Trust und Diamond. Staunen herrschte bei den Zuschauern, wenn der Magier eine Kreditkarte in Händen hält und seine Partnerin den Namen und weitere Daten mit verbundenen Augen auf der Bühne errät. Oder wenn Trust ganz einfach die Gedanken seiner Bewunderer "lesen" kann.

Auch die Kinderwelt als absolute Neuheit kam, trotz Regens, sehr gut an. Märchenerzählerin Susanne, vor allem aber das Puppentheater aus der Rottweiler Suppengasse, lockten Familien mit Kindern an, wobei durchaus auch die Eltern verzaubert wurden.

Die Naturbühne, noch etwas schwach besucht im Regen, zog ab dem frühen Abend trotz niedriger Temperaturen wieder viele Besucher an. Anita und Maik Schreiner glänzten mit ihren 50 Glocken, die sie souverän nutzten, um populäre Musik neu einzuläuten. Und die bekannte Formation aus der näheren Umgebung, das Schwarzwald-Quintett, zog mit aktuellen Hits oder Evergreens die Menschen genauso an wie mit volkstümlichen Weisen – perfekt gespielt und gesungen. Seinen größten Bewunderer hatte der Gitarrist und Sänger der Gruppe, Dirk "Bobs" Burgbacher, direkt mitgebracht: seinen Sohn Bastian. Ob der allerdings irgendwann ebenfalls Gitarrist wird oder eher Schlagzeuger, wird sich wohl erst in einigen Jahren herausstellen.

Auch am Donnerstag sorgten Hannes Schwarz und Maximilian Sand wieder für "Oh’s" und "Ah’s" bei den Besuchern der Show, ebenso sorgten die "Voices of Glory" die drei Geschwister, die nach eigenen Angaben 13, 16 und 20 Jahre alt sind, wieder für Furore. In der Kinderwelt kamen auch einheimische junge Talente wie der Kinderchor des Kindergartens Mariengarten oder die TV-Kindergruppe des zu magischen Momenten.

Wie Polizei meldete, konnte an den ersten beiden Veranstaltungstagen des Weihnachtszaubers der Besucherverkehr durch die eingesetzten Ordner und Polizeibeamten in den Griff bekommen und in die bereitgestellten Parkräume gelenkt werden. Aufgrund des schlechten Wetters hielt sich der anfahrende Bus- und Auto-Verkehr in Grenzen. Polizeirelevante Verkehrsunfälle und Ordnungsstörungen wurden nicht bekannt.

Heute geht der Weihnachtszauber weiter. Im Kurhaus und auf der Naturbühne am Wasserfall treten folgende Künstler auf: Sandy Rose, Los Talismanes, The Golden Voices of Gospel, Ikarus, Voices of Glory. Bei der Kinderwelt im Burggarten gastieren eine Märchen-Erzählerin, ein Puppentheater und der Kinderchor des MGV Schonach.