Von Hans-Jürgen Kommert Triberg. Der Boulevard mitten in Triberg wird 2013 in Richtung Museum fortgesetzt. Gespräche mit Grundstückseigentümern seien erfolgreich verlaufen, ließ Bürgermeister Gallus Strobel durchblicken.Die Verwaltung habe alle Möglichkeiten hinsichtlich Zuschüssen ausgelotet, sagte Strobel in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Ingenieurbüro Zink, vertreten durch Harald Steiner und Peter Sackmann, erläuterte Einzelheiten. Dabei könne man davon ausgehen, dass die Verbreiterung und Stabilisierung der Brücke zu Lasten des Regierungspräsidiums gehe. Dort wisse man, dass etwas getan werden müsse, da die Widerlager der Brücke alles andere als fest gegründet seien, was durch Probebohrungen erkannt worden sei.

Die Kosten für die Gemeinde betrügen etwa 300 000 Euro, weil die Arbeiten an der Brücke Sache der übergeordneten Behörde (Bundesstraße) sei. Hinzu kämen aber wie in Abschnitt I die Kosten für Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen.

Fotostrecke2 Fotos

Leider sei unterhalb des Wasserfallausgangs eine Stelle am Bürgersteig, die allen Bemühungen zur Verbreiterung trotze, da hier die Brücke nicht weiter gebaut werden könne. Straße und Gehweg lassen keine andere Möglichkeit. Die Planung als solche erscheine ihm schon recht sinnvoll und auch gut.

"Es erscheint uns aber unlogisch, dass wir jetzt diese schöne Planung verwirklichen. Und beim Bau des Edekas donnern dann dicke Lastwagen drüber", fasste Klaus Nagel (FWV) die Bedenken wohl mehrerer Ratsmitglieder zusammen. Auch Ute Meier (SPD) erklärte, es mache den Eindruck, dass zuerst der Vorgarten und anschließend das Haus gebaut werde.

Er sei nicht gegen den Boulevard, im Gegenteil, so Mike Mauscherning (SPD). Aber er finde den Zeitpunkt schon etwas unpassend. Auch sein Fraktionskollege Friedhelm Weber empfand, dass die Stadtentwicklung nicht am zweiten Bauabschnitt des Boulevards hänge. "Wir sollten lieber das Sanierungsgebiet Bühler-Areal abschließen", war seine Meinung.

"Der Boulevard in diesem Teil ist Bestandteil des Sanierungsgebietes", hielt ihm der Bürgermeister entgegen. Bei der anschließenden Abstimmung gab es sechs Gegenstimmen.

Im zweiten Teil dieses Tagesordnungspunkts, bei dem es galt, die Planung des dritten Abschnitts in die Wege zu leiten, wollte Klaus Nagel, dass die Schwendistraße in die Planung mit einbezogen wird. Strobel will diese Planung bis zur untersten Ampel vorantrieben.

Das Stadtoberhaupt versprach jedoch dem ehemaligen Gemeinderatsmitglied Klaus Herr, über dessen Anfrage aus der Bürgerschaft zumindest "wohlwollend nachzudenken". Dieser hatte an den Gemeinderat und die Verwaltung appelliert, den unteren Abschnitt unbedingt ebenso voranzutreiben. Die Zustände "da unten" seien übel. Und er könne sich vorstellen, den Rathausplatz zunächst außen vor zu lassen und Prioritäten im unteren Bereich bis hin zur ehemaligen Post zu setzen, ab der Ampel, die Strobel zunächst als untere Grenze sehen wollte.

Die Planung des dritten Bauabschnitts lehnten zwei Ratsmitglieder ab.