Von Karl Volk Triberg-Gremmelsbach. Das regnerische Wetter konnte die Senioren nicht davon abhalten, die Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftsraum zu besuchen.

Unter den Gästen hieß Ortsvorsteher Reinhard Storz unter anderem Bürgermeister Gallus Strobel, Pfarrer Josef Läufer, Pfarrer Markus Ockert, Stadtrat Alfred Schlösser und Gremmelsbacher Ortschaftsräte und freilich die Mitwirkenden, den Kirchenchor (Leitung: Martin Kentischer) und eine Abteilung der Musikkapelle (Leitung: Bernd Kienzler) willkommen. Für die Bedienung stellte sich der Bastelkreis zur Verfügung.

Sie alle, besonders die Senioren seien dieses Jahr Zeugen eines Jahrhundertwerks in Gremmelsbach geworden, der Sanierung der Obertal­straße. Die Vorsitzende des Kirchenchors, Ulrike Kienzler, erinnerte die Senioren in der Hektik dieser Tage an die schönen Stunden, da Kinder das Christkind kaum erwarten können. Der Chor sang zwischen den einzelnen Reden immer wieder Weihnachtslieder, wie auch die Kapelle weihnachtliche Weisen spielte.

In der Trostlosigkeit des Alltags, in allem Dunkel könne ein Blick auf entlaubte Bäume das Licht neuer Hoffnung wecken, wie Stadtpfarrer Läufer an einer Episode erklärte. Pfarrer Ockert wies nach dem schrecklichen Amoklauf in Connecticut auf den Trost des Glaubens hin, der über den Tod hinaus wirkt. "Bei Gott ist das Leben aufgehoben."

Bürgermeister Strobel betonte den guten Zusammenhalt zwischen Stadtverwaltung und Gemeinderat. Heiterkeit löste er aus mit dem Satz: "Er führe aus, was der Gemeinderat beschließt, es sei nicht, wie oft behauptet, umgekehrt." Es herrsche ein vertrauensvolles Verhältnis in allen gegenwärtigen Fragen, und mit der Raumschaft werde noch verhandelt.

Und dann erschien der heilige Mann vom Himmel (Gottfried Philipp) und sein Knecht Ruprecht (Leonell Fehrenbach), der heilige Bischof, der Freund der Kinder und Patron der Seefahrer. Viel Gutes war in seinem goldenen Buch verzeichnet. Jahrzehnte, wie sie die Senioren noch in ihren frühen Jahren erlebt hatten, ließ er an ihnen vorüberziehen. Jahre, da der Friede nur ein Traum war, Zeiten des Krieges, schmerzvoller Trennung und der Not, die aber durch die Seligkeit der Weihnacht immer wieder überwunden wurden. Das gute Miteinander in Gremmelsbach macht gemeinsame Unternehmungen möglich: Busfahrten zur Hohenzollernburg, ins Simonswäldertal, zum Gebhardsberg bei Bregenz, Backen von Weihnachtsbrötle, Besuche von Jubilaren. Namentlich dankte er dem Organisationsteam. Nikolaus teilte auch die Sorge um die Zukunft der kirchlichen Organisation der kommenden Zeit.

Das Füllhorn des Lobes war noch nicht geleert. Ohne Bürgermeister Strobels Einsatz wäre der Ausbau der Obertal­straße nicht möglich gewesen, unter Einbindung der Anlieger, auch nicht die Einführung der Breitbandverkabelung. Er vergaß nicht die stillen Helfer in der Gemeinde, die in freiwilliger Arbeit Großes leisten: Alfred Schlösser, Susanne Kienzler, die Vereinsvorstände und Dirigenten.