
Triberg - Die Anspannung in den Gesichtern der "Radautrommler-Redaktionscrew" ist mit einem Schlag gewichen, denn es ist nach langer Vorbereitungsphase endlich geschafft: Der "Radautrommler", der auch die Fasnetszeit 2012 begleitet, liegt nun druckfrisch vor. Beim Durchblättern der 56-seitigen Broschüre kommt Freude auf, denn es ist "…wieder alles aus einem Guss…", wie der Boss der Radautrommler, Tambour Patrick Pollmüller, zutreffend bemerkte.
Der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt, denn der Gesamteindruck des Heftes kann sich sehen lassen. In positive Stimmung, sprich Fasnetslaune, kommt der Betrachter, wenn er sich die vom "Hausgrafiker" der "Radautrommler", Werner Oppelt, gestaltete Titelseite näher betrachtet.
Hausgrafiker Werner Oppelt kreiert bissige Zeichnungen
Um dem Jahr der Wahrheit 2012 gerecht zu werden, blickt hier "Nostragallus" voll Zuversicht in die Kristallkugel, wo ihm ein großes blaues "E" mit gelbem Hintergrund entgegenstrahlt. Ein Schelm, der hier eine Anspielung auf den geplanten Einkaufsmarkt vermutet. Das Ergebnis dieser Vision manifestiert sich auf der Rückseite des Heftes. Mit großem Können setzte der Künstler dieses epochale Ereignis grafisch um, was das Heft enorm aufwertet.
Auch im Innenteil war Oppelt wieder kreativ tätig und dokumentierte durch bissige Zeichnungen einzelne Geschehnisse.
Die von den Radautrommlern engagierten Dichter und Denker, die für die großartigen Verse verantwortlich zeichnen, gaben ebenfalls ihr Bestes, um den Lesern einen literarischen Genuss allerersten Ranges zu bieten. So erfährt der wissbegierige Käufer des Heftes auf humorvolle Art, was in Triberg und Umgebung Schreckliches passiert ist, was eigentlich vor der Öffentlichkeit verschwiegen werden sollte.
Doch die Augen und Ohren der Spione sind stets offen, um gerade solche Geheimnisse ans Licht zu bringen.
Wer wusste schon, dass sich die schöne Ingolde vom Fanfarenzug von einer Schonacherin den falschen Narrenbrunnen zeigen ließ und wie es dem "Schwimmbad-Lutz" erging, der im Skiurlaub schwer, fast schon lebensbedrohlich, erkrankte und deshalb auch keine "Lorbeeren" ernten konnte.
Eines zeichnet auch den aktuellen "Radautrommler" wieder aus: Sämtliche Berichte sind so geschrieben, dass sie weder ehrverletzend noch beleidigend für die betroffenen Personen sind. Diese Maxime hat sich das Radautrommler-Team seit Jahren auf die Fahnen geschrieben und die Resonanz der Leser bestätigt dies. Humor ist bekanntlich eine sehr ernste Sache und so besteht nur ein schmaler Grat zwischen Spaß und Beleidigung. Werden die Texte zu brav geschrieben wird es für den Leser schnell langweilig und etwas derbere Verse wecken zwar die Neugier, aber auch die Schadenfreude gegenüber dem Betroffenen wird gefördert.
Dass die Verantwortlichen des Radautrommlers 2012 auch nicht zuletzt an die stets älter werdende Gesellschaft denken ist vorbildlich, denn es wird im Heft angekündigt, dass im nächsten Jahr neben der traditionellen Ausgabe auch ein Parallelheft zum selben Preis, jedoch in Sütterlinschrift verfasst, erscheinen wird. Demzufolge wird auch die so genannte "Heesters-Generation" entsprechend humoristisch bedient.
Summa summarum: Das neue Heft lohnt wieder die Anschaffung und die fleißigen "Türklinkenputzer" des kleinen Vereins werden deshalb am kommenden Freitag und Samstag von Haus zu Haus gehen, um das Prachtwerk zum unveränderten Preis von 2,50 Euro unters närrische Volk zu bringen.
Die Buchhandlung Schönenberger sowie die beiden Triberger Banken, sind durch den Verkauf des Heftes stets mit dabei, wenn es gilt, literarische Freude unter dem Narrenvolk zu verbreiten. In Schonach übernehmen, neben den beiden Bankfilialen Getränke Nock und Andrea's Fotostudio den Verkauf.