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Triberg - 2. Bundesliga Süd: SV Triberg – RKG Freiburg (Samstag, 19.30 Uhr). Nur noch ein Sieg fehlt den Tribergern, um die dritte Meisterschaft in Folge und den Sprung in die 1. Bundesliga zu feiern.
Die Ausgangslage ist klar: Die Triberger haben es mit einem morgigen Heimsieg selbst in der Hand – auch wenn die an der Tabellenspitze punktgleichen Schriesheimer gegen Absteiger Viernheim sicherlich vor der leichteren Aufgabe stehen.
Die Triberger wollen mit ihrer bestmöglichen Formation morgen auf die Matte gehen. Schwer wird es für den Spitzenreiter auf alle Fälle – im Hinkampf gab es in noch stärkerer Besetzung einen hart umkämpfen 19:15-Sieg in Freiburg.
Coach Bernd Reichenbach erwartet gegen Freiburg "einige Schlüsselkämpfe. Selbst Coskun Öztürk wird im Schwergewicht gegen den Olympiakandidaten Öhler nicht chancenlos sein. Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und sind bereit".
Nicht zuletzt wird auch Aurelian Leciu (66 kg) nochmals im SVT-Team dabei sein. Hinter dem Comeback von Jan Rotter (Weisheitszahn-Operation) steht noch ein Fragezeichen.
Übrigens, eingerahmt wird dieser letzte Saisonkampf von einem großen Unterhaltungsprogramm. "Unsere zweite Mannschaft durfte als Meister im Vorfeld entscheiden, was wir machen wollen", berichtet Vorsitzender Mike Pfaff. Das kulinarische Angebot in der Halle wird als Dankeschön für die Fans und Aktiven umfangreich sein, dazu gibt es nach den zehn Duellen Live-Musik.
Der Deutsche Ringerbund wird keinen Vertreter extra nach Triberg entsenden. "Wenn wir da überall einen Funktionär vor Ort hätten, würden wir an unsere personellen Grenzen am Wochenende stoßen", schmunzelt Bundesliga-Ligenleiter Karl Rothmer, der gestern Abend übrigens die Stellungnahme der Benninger nach der Anzeige des Deutschen Ringerbundes gegen den TSV (wir berichteten) erhielt.
Auch in Freiburg ist die Handlungsweise der Benninger in der Rückrunde ein großes Thema. "Das ist eine Sauerei. In der Hinrunde trat Benningen immer mit der besten Aufstellung an, um es danach schleifen zu lassen. Ich kann gut verstehen, dass der Deutsche Ringerbund Anzeige gegen den Verein gestellt hat, hoffe, dass dieses unsportliche Verhalten bestraft wird", findet Lothar Kaltenbach klare Worte. Der Sportliche Leiter der Breisgauer glaubt, dass Triberg heute mit einer "normalen Aufstellung" gegen seine Staffel auf die Matte gehen wird. "Das werden auf jeden Fall interessante Kämpfe", blickt Kaltenbach besonders gespannt auf die Duelle seiner Schützlinge Florian Neumaier und Lukas Schöffler gegen Jan Rotter und Michael Kaufmehl. "Wir werden alles geben, kommen mit dem besten Team", verspricht der Freiburger einen attraktiven Abend. Dennoch glaubt Kaltenbach fest an den Aufstieg des SV Triberg in die 1. Bundesliga. "Es ist ja auch möglich, dass auf dem Verbandstag in Darmstadt im Januar entschieden wird, dass es in der nächsten Saison eine viergleisige 1. Liga geben wird. Das würde Triberg entgegenkommen", blickt der Breisgauer voraus. Dann will seine Mannschaft auch in der 2. Bundesliga wieder richtig angreifen. "Diese Saison war enttäuschend. Wir hatten ja den dritten Platz angepeilt", so Kaltenbach.
Der frühere Furtwanger Patrick Ganter blieb zwar in der Hinrunde hinter den Erwartungen zurück, hat sich aber in der zweiten Freiburger Mannschaft (Oberliga) dann gesteigert.Er wird auch in der kommenden Saison für die Breisgauer antreten. Das Talent hat sich privat wie beruflich gut in Freiburg eingelebt.
Der SV Triberg führt vor dem letzten Kampftag die Tabelle mit 26:8 Punkten vor dem KSV Schriesheim (ebenfalls 26:8) an, Dritter ist der TSV Benningen mit 25:9 Zählern. Es gilt nach dem letzten Kampftag morgen: Bei Punktgleichheit zählt zunächst der direkte Vergleich zwischen beiden Teams. Sollten Triberg und Schriesheim gewinnen, wären beide Mannschaften auch hier (37:37) gleich. In der dritten Stufe zählen die im direkten Vergleich siegreichen Einzelduelle. Hier lägen die Triberger mit 11:9 vorne.