Triberg Greifvogelpark: Beschwerden über Stacheldraht

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Stacheldraht an der Grenze des geplanten Greifvogelparks – darüber beschwerten sich einige Einwohner bei der Stadtverwaltung. Der Investor des Greifvogelparks reagierte schnell und ließ den Stacheldraht gleich wieder entfernen. Foto: Reutter

Triberg - Kaum war der "Nato-Stacheldraht" an der Grenze des Greifvogelparks am Dienstag gelegt, sorgte er für Unmut. Mehrere Anrufer hätten sich beschwert, so Bürgermeister Gallus Strobel. Investor Stephan Keidel ließ den Draht schnell wieder entfernen.

Der Stacheldraht hat ein wenig ausgeschaut wie im Kriegsgebiet und passte so gar nicht für eine Stadt wie Triberg, die vom Tourismus profitiert. Als "nicht sehr angenehm" wertete Bürgermeister Strobel die Optik des scharfkantigen Drahts. Der Investor habe den Stacheldraht auf seinem Gelände hinter einem vorgelagerten Zaun errichtet als Schutz vor Tieren und "böswilligen Menschen".

Investor Keidel meint gleichfalls, dass der Anblick des Stacheldrahts nicht schön sei, betont aber, dass er vor wenigen Wochen eine Genehmigung hierfür von der Verwaltung erhalten habe.

Ursprünglich habe er auch nicht den etwa zwei Meter hohen Zaun an der oberen Grenze des Greifvogelparks errichten wollen. Doch die beiden anfangs an den Zugangswegen stehenden Baugitter seien zwei bis drei Mal die Woche entfernt und teilweise den Hang hinunter geworfen worden. Den Stacheldraht habe vor allem als zusätzlichen Schutz der Greifvögel vor dem Fuchs geplant. Gestern habe er nun den Anruf vom Landratsamt erhalten, er solle den Stacheldraht wieder entfernen. Der Aufforderung sei er umgehend nachgekommen und habe den auf einem 200 Meter langen Grenzstück verlaufenden Draht abbauen lassen.

Einer der Einwohner, die sich gegen den Stacheldraht zur Wehr gesetzt hatten, war Hans-Dieter Lang. Er sah in dem ausgelegten Natodraht eine Gefahr für Tier und Mensch und verlangte beim Regierungspräsidium die sofortige Entfernung des Ärgernisses.

Keidel muss sich nun eine andere Lösung überlegen, wie er Füchse abwehrt. Aber dafür hat er noch ein wenig Zeit. Die Eröffnung des Greifvogelparks plant er im April oder Mai. Er ist zuversichtlich, die noch ausstehenden Genehmigungen für Hauptgebäude und Volieren bald zu erhalten. Auch mit der Zoogenehmigung rechnet er.

Noch in diesem Jahr werde weiter am Kiosk und der Tribüne gearbeitet. Die Tribüne werde mit Natursteinen gebaut und biete Platz für 400 Besucher. Ein Falkner demonstriere den Zuschauern dort das Verhalten der Tiere, lasse die Greifvögel vor Ort fliegen und im Taleinschnitt ihre Runden drehen.

Das eigentliche Hauptgebäude werde voraussichtlich ab dem Frühjahr nach der Eröffnung errichtet und nach einjähriger Bauzeit im Jahr 2018 fertiggestellt. Vorgesehen seien im Hauptgebäude ein Souvenirladen, ein Greifvogelmuseum und eine große Toilettenanlage. Vorstellbar sei, dass die Stadt gerade über die Dauer des Weihnachtszaubers die Toiletten anmiete, damit auch für diese Besucher Toiletten vor Ort zur Verfügung stünden.

Das Hauptgebäude werde aus Holz errichtet und sehe aus wie ein Schwarzwaldhaus. Es habe einen Aufzug, um die 14 Höhenmeter vom Eingang des Parks bis zum Hauptweg zu den Volieren beispielsweise für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. Außerdem sei eine Auffangstation für verletzte Greifvögel vorgesehen. Die Tiere würden in einem abgegrenzten Bereich gesund gepflegt und dann wieder frei gelassen. Der Greifvogelpark soll eine weitere Attraktion in unmittelbarer Nähe zu den Wasserfällen werden. Keidel geht davon aus, dass das beiden hilft, der Stadt und dem Greifvogelpark.

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