Raumschaft Triberg - "Fuchs tot" ertönte als jagdliches Signal der Jagdhornbläser im Paradies in Schonach. An der landesweiten Fuchswoche hatten auch Jäger der Raumschaft Triberg teilgenommen.Vielerlei Wildtiere weichen dem Druck der Zivilisation und sterben langsam aus – nicht so der Fuchs, der heute schon in den Städten daheim ist und sich dort vor allem von den Abfällen unserer Kultur ernährt.

Auch in Wäldern vermehrt sich der Rotrock rasant, hat er außer dem Winter und dem Menschen doch keine Feinde mehr. Dabei leiden unter der schnellen Vermehrung vor allem die Bodenbrüter, im Tal der Fasan, in den Hochlagen vor allem Auerwild und ähnliche Großvögel, aber auch der Hase. "Während im Durchschnitt der letzten Jahre landesweit rund 80 000 Füchse geschossen wurden, ist die Zahl seit einiger Zeit rückläufig", stellte Kreisjägermeister Knut Wälde fest.

Wie wichtig die Jagd auf den Räuber genommen wird, zeigte sich an der Tatsache, dass Dieter Geiger als Auerwildbeauftragter des Landes dem erfolgreichsten Fuchsjäger einen Bildband über die Tierwelt Baden-Württembergs mitgebracht hatte.

Was in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gelitten habe, war die Verwertung der Felle. "Das funktioniert wieder besser, viele Kürschner nehmen gerne wieder schöne Felle an", machte Geiger den Jägern Mut. Es gebe mittlerweile sogar wieder Modenschauen mit Pelzen, wusste er. Doch einem Irrglauben machte er den Garaus: "Weniger geschossene Füchse heißt nicht automatisch mehr Auerwild". Er könne aber mit Stolz vermelden, dass die Zahl des Auerwildes in den vergangenen Jahren recht stabil sei.

Elf Füchse, ein Marder sowie ein Iltis waren die Ausbeute der Jäger, die in den vergangenen Tagen keine idealen Voraussetzungen für die Jagd gehabt hätten, wie Wälde und Hegeringleiter Hans Reiner feststellten.

Drei Tiere hatte dabei Fritz Haas aus Nußbach erlegt. Er wurde somit als erfolgreichster Fuchsjäger des Jahres ausgezeichnet. Neben dem Bildband erhielt er vom Hegeringleiter eine Anerkennung. Nachdem die Jagdhornbläser "Jagd vorbei" geblasen hatten, lud Reiner die versammelten Jäger in den Schonacher "Schützen" ein.