Triberg-Gremmelsbach. Die Belegschaft der Firma Finkbeiner KG (Steinbissäge) traf sich zur Weihnachtsfeier im Gasthof "Zur Lilie" in Triberg.

Firmenchef Andreas Finkbeiner zog in seiner Ansprache an die Mitarbeiter Bilanz des nun fast abgelaufenen Geschäftsjahres. Dabei stellte er fest, dass nach dem starken Auftragseinbruch im Herbst 2011 auch in diesem Jahr die erhoffte Marktbelebung nicht eingetroffen ist. Die Rundholzeinschnittmenge des Werkes lag deshalb um gut zehn Prozent unter der des Vorjahres.

Verantwortlich machte Finkbeiner an erster Stelle die in Baden-Württemberg von der Forstdirektion Tübingen auf Höchstniveau diktierten Rundholzpreise. "Unsere europäischen Mitbewerber sind oft um bis zu 35 Euro pro Kubikmeter günstiger in den Schnittholzpreisen. Sogar aus Skandinavien sind die Schnittholzangebote wesentlich unter unseren, mit spitzem Bleistift gerechneten Angeboten, an unsere Kunden", so Finkbeiner. Zusätzlich drücken nach seinen Aussagen die schwelende Eurokrise, welche die Baukonjunktur in den südeuropäischen Märkten massiv schwächt, und der nach wie vor unbefriedigende schwache Wettbewerb in den USA zusätzlich auf die Verkaufspreise.

Finkbeiner wies darauf hin, dass der in der Sägeindustrie tobende Verdrängungskampf bundesweit weitere Betriebsschließungen mit entsprechenden Entlassungen zur Folge hatte. "Die deutschen Großsägewerke, die erst mit Subventionen geschaffen wurden, werden heute von den Gläubigerbanken künstlich am Leben erhalten, um nicht Hunderte von Millionen Euro Verlust direkt abschreiben zu müssen", betonte Finkbeiner.

Für 2013 prognostizierte Finkbeiner keine nennenswerte Verbesserung der Marktlage. Er forderte deshalb seine Belegschaft auf, ihr Bestes zu geben, um das Erhalten der Marktanteile zu gewährleisten. "Der Name Finkbeiner steht bei unseren Kunden für Top-Qualität und Top-Service. Das soll und wird auch so bleiben", so seine Vorgabe.

Zum Schluss seiner Ansprache gratulierte der Geschäftsführer den Mitarbeitern Manuel Jäkle aus Schonach und Niklas Ketterer aus Rohrbach zur bestandenen Abschlussprüfung zum Holzbearbeitungsmechaniker und überreichte ihnen ein Geschenk.

Die Familie Finkbeiner bedankte sich bei ihren Mitarbeitern mit einem Abendessen.