Von Hans-Jürgen Kommert Triberg. Die Eingangshalle zur Triberger Sporthalle sah jüngst etwas anders aus als gewohnt: Vor der Halle hatte die Triberger Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Tisch aufgebaut.

Die Handballer des TV Triberg hatten aufgerufen, Speichelproben zur Typisierung des Knochenmarks abzugeben. Sie wollen bei der Suche nach einem geeigneten Rückenmark-Spender mithelfen, um Arnulf Meffle, einem der Handball-Weltmeister von 1978, helfen zu können. Meffle ist an Leukämie erkrankt.

Die gesamte Handballfamilie der Republik sei aufgerufen, dem ehemaligen Spitzenspieler zu helfen, war von Seiten der Triberger Ballartisten zu erfahren. Meffle spielte jahrelang in der Ortenau für die HGW Hofweier in der Handball-Bundesliga.

Gemeinsam mit bekannten Handballgrößen wie Heiner Brand, Erhard Wunderlich oder Kurt Klühspies spielte er in der Handball-Nationalmannschaft. Alle diese ehemaligen Spitzenspieler baten darum, dass sich möglichst alle Handballer an der Typisierungsaktion "Handballer für Handballer" beteiligen.

Während dieses Heimspieltags hatte sich der TV Triberg engagiert und gemeinsam mit der DRK-Ortsgruppe diese Aktion organisiert. Nicht wie lange Zeit üblich per Blutprobe, sondern mit einer Speichelprobe war bereits das Meiste erledigt. Anders als gemeldet, mussten jedoch alle Menschen weggeschickt werden, die älter als 55 Jahre sind. Denn: Nur bis zu diesem Alter können Knochenmarkspenden vorgenommen werden. Dafür erschienen nicht nur Menschen aus der Raumschaft, sondern auch aus der weiteren Umgebung, wie Sibylle Rehm aus St. Georgen, die sich gemeinsam mit der Tochter ihres Lebensgefährten typisieren ließ.

"Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, das zu machen. Jetzt habe ich die Gelegenheit einfach ergriffen", erklärte sie. Insgesamt waren es dennoch nur 26 Spendenwillige, die sich einer Speichelprobe unterzogen. Dafür saßen die DRK-Mitarbeiter fast fünf Stunden in der Halle. Übrigens: Anders als in Filmen gerne dargestellt, dauert so etwas ganz schön an: Zwei Wattestäbchen braucht man pro Probe, jedes muss etwa eine halbe Minute an den Mundschleimhäuten gerieben werden.