Triberg 2017 wird ganz besonderes Narrenjahr

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Von Dieter Stein

Die Triberger Weihnachtsbeleuchtung, welche die Hauptstraße, den Marktplatz und den Boulevard derzeit teils noch überspannt, erinnert an die vergangenen Festtage, obwohl mit einem Paukenschlag die närrische Zeit lautstark begonnen hat.

Triberg. Der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fasnet folgend, begann diese auch in Triberg am Dreikönigstag. Und so versammelten sich die Narren von Triberg, Nußbach und Gremmelsbach um den Narrenbrunnen in der Friedrichstraße, um die Fasnet 2016 mit dem Erwecken der Traditionsmasken einzuläuten. Das Leben spendende Wasser des Brunnens verfehlte seine Wirkung nicht, denn es wurde im Foyer des Kurhauses die "Auferstehungsfeier" ausgiebig gefeiert.

Parallel dazu war auch der Vorstand der Narrenzunft Triberg nicht untätig, denn die Mitglieder erhielten fast zeitgleich die "Teuflische Infopost", in welcher neben dem Jahresprogramm 2016 auch weitere Informationen rund um die Triberger Fasnet bekanntgegeben werden.

Im nächsten Jahr großes Landschaftstreffen und Brunnen-Erweiterung

Nicht ohne Stolz schreibt Zunftmeister Volker Fleig im Vorwort, "dass die schwäbisch-alemannische Fasnet zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde und deshalb geschätzt und weitergeführt werden muss." Obwohl das Hauptaugenmerk die Fasnet 2016 betrifft, wird auch ein Blick auf 2017 gerichtet. "Das wird ein ganz besonderes Narrenjahr, denn im Februar 2017 findet in Triberg ein großes Landschafts-Narrentreffen statt und bis zu diesem Zeitpunkt soll der Narrenbrunnen um das "Spättle", ergänzt werden. Dies wird nicht einfach, denn die Verwirklichung dieses Vorhabens kostet zirka 15 000 Euro", so Fleig im Vorwort des Heftes weiter.

Aber auch die weiteren Aktivitäten der Narrenzunft weisen Höhepunkte auf. So wird sich der Verein, neben dem bewährten Fasnetprogramm, am 23. und 24. Januar 2016 am Narrentreffen in Lindau beteiligen und das Mitgliederfest mit dem Entenrennen wird am 4. Juni im Schulhof der Grundschule abgehalten. Außerdem findet am 12. und 13. November das beliebte Schlachtplatten-Essen in der Zunftstube statt.

Breiten Raum nimmt auch der Rückblick auf das Jahr 2015 ein. So wurde an das 30-jährige Bestehen der Zunftstube erinnert, welche in den Jahren 1983 bis 1985 auf Initiative des damaligen Zunftmeisters und späteren Ehrenzunftmeisters Theo Hirt mit viel Eigenarbeit verwirklicht wurde. Ebenso erinnerte man sich an die Vorstandsmitglieder Paul Dold und Wolfgang Hock, deren Namen untrennbar mit der Zunftstube verbunden sind. Sie waren von Anfang an Teil des Zunftstuben-Teams und schmissen unter dem damaligen "Chef" Theo Hirt so manche Veranstaltung und beendeten nun ihre "Zunftstuben-Karriere".

Ein weiterer Beitrag ist dem "Spättle" gewidmet, welches heute wieder fester Bestandteil der Triberger Fasnet ist, obwohl diese Figur viele Jahre das närrische Straßenbild nicht mehr belebte. Erst Rolf Bronner entschloss sich im Jahr 1975, das Spättle wieder aufleben zu lassen. 2017 soll der Narrenbrunnen um diese Figur erweitert werden.

Beitrag über Geschichte der "Radautrommler" und neues Oberspättle

Interessant liest sich auch die Historie von Udo Steinkopf über die "Radautrommler", die von 1954 bis Ende der 1960er Jahre den Fasnetsumzug mit ihren Blechtrommeln bereicherten. Im Februar 1977 versuchten die Handballer des Turnvereins Triberg, auf Gurkenfässer das Trommeln wieder aufleben zu lassen. Jedoch ohne Erfolg.

Erst 1986 wurden erneut "Trommelwillige" aus den Reihen der "AH-Handballer" des Turnvereins Triberg rekrutiert. Es wurden neue Trommeln angefertigt, Schlegel gedrechselt und Uniformen genäht, sodass am "Schmutzige Dunschdig" 1987 wieder durch Tribergs Straßen gezogen werden konnte. Die Truppe ist aus der Fasnet der Wasserfallstadt nicht mehr wegzudenken und zeichnet sich auch für die ab 1996 herausgegebene Narrenzeitung "Der Radautrommler", verantwortlich.

Ein Porträt über das neue Oberspättle Michaela Steinkopf und den Narrenrat-Debütanten Axel Fenski, runden das 28-seitige Info-Heft ab.

  
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