Titisee-Neutstadt - Am morgigen Samstag, 11 Uhr, findet im Ortsteil Neustadt im Münster St. Jakobus der ökumenische Trauergottesdienst für die bei dem Unglück verstorbenen Brandopfer statt. Nach derzeitigen Informationen nehmen an diesem Trauergottesdienst Bundespräsident Joachim Gauck, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesinnenminister Reinhold Gall teil.

Angehörige der Verstorbenen, Abordnungen von Polizei und Rettungsdiensten sowie der Feuerwehren haben zusammen mit der Bevölkerung die Möglichkeit, gemeinsam ihrer Trauer Ausdruck zu geben. Das katholische Münster in Neustadt fasst knapp 1000 Menschen. Der ökumenische Gottesdienst soll parallel in die evangelische Kirche in Neustadt, Walter-Göbel-Weg 5, übertragen werden, wo rund 300 bis 350 Personen Aufnahme finden können. Die Stadt Titisee-Neustadt hat eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der es untersagt ist, Fotos, Film- und Tonaufnahmen im Bereich des Münsters zu machen. Die zuständigen Pfarrer haben das Hausrecht in diesem Punkt der Polizei übertragen.

Bürgermeister Armin Hinterseh sagte: "Die Angehörigen der Verstorbenen, die zahlreichen Helfer und die Menschen in Titisee-Neustadt wollen in einer würdevollen Trauerfeier Abschied nehmen.

Wir erwarten pietätvolles Verhalten seitens der Medien und haben uns deshalb auf Anraten zu dieser Allgemeinverfügung entschlossen. Titisee-Neustadt trauert und sehnt sich nach Ruhe!" Der SWR wird live von der Trauerfeier berichten und stellt die bewegten Bilder analog dem sogenannten "Berliner Modell" allen Medienschaffenden zur Verfügung.

Gleichzeitig ist das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg bemüht, Bilder von der Trauerfeier zu fertigen und allen Medienschaffenden zeitnah zur Verfügung zu stellen.

Am 1. Dezember steht die Trauer im absoluten Mittelpunkt. Alle Institutionen und Organisationen, die den Medien in dieser Woche zeitnah und umfänglich zur Verfügung gestanden haben, haben sich darauf geeinigt, am Tag der Trauer nicht für Interviews zur Verfügung zu stehen.

Bei Vorlage neuer Erkenntnisse kommen die Ermittler wie bisher unaufgefordert auf die Medien zu.

Der Schutz der Angehörigen hat für alle Verantwortlichen oberste Priorität. Immer wieder gehen Anfragen ein mit der Bitte, Kontakte zu den Angehörigen herzustellen. Diesen Anfragen wird nicht nachgekommen.

Die Polizei und alle Verantwortlichen erwarten von den Medienschaffenden einen pietätvollen Umgang mit der Trauer.

Nach der Wettervorhersage ist der Samstag im Hochschwarzwald sehr winterlich. Es ist mit schneebedeckten Straßen, Schneeverwehungen und Kälte zu rechnen. Die Polizei rät allen Autofahrern, die Innenstadt am morgigen Samstag nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.