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Titisee-Neustadt Helfer stehen Familien von schwerstkranken Kindern bei

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Der Verein Kinderhospizdienst Kuckucksnest steht Familien von schwerstkranken Kindern bei. Vorstandsmitglieder sind (von links) Barbara Meyer, Florian Schlosser, Kerstin Münzer, Rainer Grauer, Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, Andrea Saier, Michaela Kösler und Michael Vollmer. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder-Bote

Hochschwarzwald/Lenzkirch (ker). Ehrenamtliches Engagement führt nicht nur Menschen zusammen sondern hilft auch, schwierige Lebenssituationen zu erleichtern. Besonders Institutionen wie der Bundesverband Kinderhospiz mit Sitz in Lenzkirch, der nur wenig staatliche Unterstützung erhält und auf Spenden und Hilfe von außen angewiesen ist, nehmen das ehrenamtliche Angebot gerne an. Weil sie helfen wollen, haben jetzt 15 Frauen und Männer aus dem Hochschwarzwald den neuen Verein Kinderhospizdienst Kuckucksnest in Lenzkirch gegründet. Ein ambulantes Angebot vor Ort, dass Betroffenen das alltägliche Leben etwas erleichtern soll.

"Nur neun Monate ist es her, dass wir uns zum ersten Mal im Freundeskreis Kinderhospizdienst getroffen haben", erinnert sich Gründungs- und Vorstandsmitglied Michaela Kösler. Vor neun Monaten ist es allen gleich ergangen. Viel haben die 15 engagierten Hochschwarzwälder damals nicht gewusst über die Kindershospizarbeit. Das änderte ein Film, den Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz vorführte. Dieser Film, der informativ über Kinderhospizarbeit und die Schicksale dieser schwerstkranken Jungen und Mädchen, die das Leben der gesamten Familie von den Eltern und Geschwistern bis zu den Großeltern von heute auf morgen schlagartig verändern, hat sie alle tief berührt. So sehr, dass sie sich einig waren, nicht wegzuschauen, wie es die Menschen nun einmal gerne tun, sondern zu helfen.

Die Mitglieder des neuen Vereins Kinderhospizdienst Kuckucksnest kommen aus den verschiedensten Berufen. Aber irgendwie haben sie alle schon mal kranke Kinder oder Erwachsene betreut und wissen, wie schonungslos das Schicksal zuschlagen kann. Ein Großteil von ihnen arbeitet in Heil- oder Pflegeberufen und im sozialen Bereich. Gemeinsam ist ihnen ihr starker Wille, sich sozial zu engagieren. "Für uns war es schnell klar, dass wir etwas unternehmen wollen, um den Angehörigen dieser schwerstkranken Kinder die nur ein begrenztes Leben vor sich haben, diese Zeit etwas sonniger und angenehmer zu gestalten", unterstreichen sie ihr Anliegen.

Doch erst einmal ist die Vereinsgründung nur ein kleiner Anfang, der mindestens noch zwei Jahre Aufbauarbeit erfordert, um in dieser Zeit die ehrenamtlichen Mitglieder fit zu machen, um den betroffenen Familien hilfreich zur Seite stehen zu können. Dazu gehört auch eine entsprechende Ausbildung, die eine Fachkraft vermittelt. Dieser Befähigungskurs muss abgeschlossen sein, bevor die Helfer ihre Hospizarbeit aufnehmen können. Um von den Krankenkassen finanziell unterstützt zu werden, müssen 15 ehrenamtlich Tätige dem Hospizdienst zur Verfügung stehen.

"Unser gestecktes Ziel ist die Bewältigung ambulanter Hospizarbeit, das bedeutet, die betroffenen Familien bei der schweren Aufgabe im Alltag zu unterstützen und zu begleiten", informierte Sabine Kraft. Um die Basis hierfür zu schaffen, benötigt der Verein Spendengelder. Genauso wie weitere ehrenamtliche Mitglieder, die beim Kinderhospizdienst Kuckucksnest gerne willkommen sind. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 24. Januar, ab 19 Uhr im Bürgersaal Lenzkirch–Kappel.

Wie viel Kinder es in Deutschland gibt die unheilbar krank sind weiß man nicht so genau. Es wird von 40 000 Jungen und Mädchen ausgegangen. Jährlich sterben rund 5000 Kinder und Jugendliche durch eine Krankheit. Der Verein Kinderhospizarbeit Kuckucksnest in Lenzkirch bietet regelmäßige Treffen für Interessierte und Betroffene an. Die Mitgliedschaft kann sowohl passiver als auch aktiver Art sein. Spenden für den Aufbau des Kinderhospizdiensts Kuckucksnest nimmt der Bundesverband Kinderhospiz unter dem Stichwort "Kinderhospizdienst Kuckucksnest" an. Weitere Informationen auch für betroffenen Familien gibt es im Internet unter www.bundesverband-kinderhospiz.de oder bei Michaela Kösler unter der Telefonnummer 07653/96 01 00.

 
 

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