Thema Alkoholverbot Arbeitsgruppe soll Maßnahmen gegen Saufgelage ausloten

dpa/lsw, 24.01.2013 17:13 Uhr

Stuttgart - Im Kampf gegen öffentliche Saufgelage halten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Reinhold Gall (SPD) trotz Kritik am Thema Alkoholverbote fest. Nach einem Runden Tisch in Stuttgart erklärten sie, dass eine Arbeitsgruppe alle möglichen Gegenmaßnahmen diskutieren soll. Alkoholkonsumverbote seien davon nicht ausgenommen. Gall sagte, er habe den Eindruck, dass manche Argumente für solche Verbote noch nicht richtig verstanden worden seien. Sowohl die Grünen als auch die SPD haben sich eigentlich gegen Alkoholverbote ausgesprochen.

Kretschmann sagte, in der Arbeitsgruppe werde es um Sachargumente gehen. Das Problem öffentlicher Besäufnisse sei ernst - eine Lösung müsse her. „Daran halten der Innenminister und ich wirklich fest.“ Die Dinge müssten in der Arbeitsgruppe noch einmal durchgekaut werden. Vielleicht gingen Vorschläge zur erneuten Entscheidung in die Parteigremien zurück. „Das wäre nicht der erste Parteitagsbeschluss der Welt, der wieder geändert wird“, sagte Kretschmann. Die Grünen hatten sich in ihrem Landtagswahlprogramm gegen Alkoholkonsumverbote festgelegt. Auch die SPD hatte sich bei einem Parteitag im vergangenen Herbst gegen solche Verbote ausgesprochen.

 
 
Kommentare (1)
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JAN
24
walter.m, 21:32 Uhr

Erzieher

Wer hat Herrn Kretschmann und Herrn Gall zu Erziehern gemacht? Wozu sind sie demokratisch gewählt worden, wenn sie sich jetzt wie Diktatoren aufspielen? Was sagen diesen Beiden die Parteitagsbeschlüsse: Alles Mist, wenn es sich nicht mit dem Bedürfnis zu gängeln deckt? Da kann es nur ein Glück sein, daß der katholische Herr Kretschmann nicht als Lehrer an Schulen arbeitet, hält er doch von demokratisch erstellten Beschlüssen herzlich wenig. Herr Gall ist in einer Partei, wo es selbsternannte Partei'führer' nicht zu interessieren braucht, was die Basis will, wenn keiner spurt, droht man halt mit Rücktritt, dann buckelt man schon in der SPD. Hauptsache Macht. Treten Sie beide zurück, erwachsene Menschen müssen nicht wie Kinder mit Verboten bedacht werden. Wenn Erwachsene nicht saufen sollen, dann verbieten Sie auch Volksfeste, Vereinsfeiern usw. Vielleicht wäre auch eine Übungsstunde bei solchen Leuten angebracht, die Legobausteine mit kirchlichen Gebäuden verwechseln, da lernt man dann noch was über angewandte Intoleranz. Nochmal, Sie beide haben nicht das Recht Menschen zu erziehen.