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Sulz Nach Schlägerei auf Intensivstation

pz, vom 20.02.2012 13:43 Uhr
Das Opfer befindet sich auf der Intensivstation und ist nach telefonischer Rücksprache im Moment nicht ansprechbar. Symbolbild. Foto: dpa
Das Opfer befindet sich auf der Intensivstation und ist nach telefonischer Rücksprache im Moment nicht ansprechbar. Symbolbild. Foto: dpa

Sulz - Das Jubiläum der Narrenzunft endete für zwei junge Männer auf der Intensivstation.

Gegen 22.40 Uhr wurde von verschiedenen Personen eine Schlägerei im Bereich des Sparkassen Parkhauses gemeldet. Zeugen teilten über Notruf mit, dass eine Person zusammengeschlagen wurde. Es wurde beobachtet, wie zwei Gruppen von jeweils ca. 4-5 Leuten in Streit geraten seien.

Mehrere Polizeistreifen wurden aus dem Umland angefordert. Ein Zeuge gab an, dass Randalierer an einem Verkehrszeichen rüttelten und dieses verbogen. Dies sollte offensichtlich von einer weiteren Person verhindert werden, wobei diese von der Gruppe niedergeschlagen wurde. Die vier Gewalttäter traten auf den am Boden Liegenden ein.

Einer der geschädigten hatte leichtere Schürfwunden im Gesicht, der andere wies zahlreiche, teils heftige Gesichtsverletzungen auf. Sie wurden ins Krankenhaus Oberndorf gebracht, wobei einer nach ambulanter Behandlung entlassen wurde. Der andere wurde zur Beobachtung in der Intensivstation aufgenommen.

Am frühen Montagmorgen kam es zu einem weiteren Vorfall. Über die Leitstelle ging ein Notruf ein. Es meldete sich eine männliche Person, die kaum zu verstehen war. Trotz vielfacher Nachfrage, konnte nur Marktplatz Sulz, bluten verstanden werden.

Die Polizei fand am Marktplatz zunächst keinen Verletzten. Wenig später kam über das DRK der Hinweis, dass der Mann nochmals angerufen hätte und sich zwischen Sulz und Vöhringen befinden soll, weshalb ein Rettungswagen alarmiert wurde.

Der Mann wurde am Ortsausgang Sulz in Richtung Kastell am Straßenrand liegend angetroffen. Er war im Gesicht blutüberströmt. Von ihm selbst war nur zu erfahren, dass er von "Männern geschlagen" worden sei. Er führt keine Papiere mit sich. Die Verletzungen stammen vermutlich von einer körperlichen Auseinandersetzung.

Den Schuhspuren des Mannes wurde gefolgt. Diese führten über Umwege bis zur Bushaltestelle am Marktplatz, wo er am Straßenrand gesessen haben dürfte. Am Marktplatz verlor sich dann aber die Schuhspur. Der Mann wurde in die Helios-Klinik nach Rottweil gebracht. Dort befindet er sich auf der Intensivstation und ist nach telefonischer Rücksprache im Moment nicht ansprechbar.

Kommentare (5)
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FEB
23
21:22 Uhr, geschrieben von Anti-Alkoholiker
Wer lesen kann ist klar im Vorteil
Ich habe in meinem Kommentar nicht gesagt, daß Vereine und Vereinigungen für den Mißbrauch von Alkohol verantwortlich sind – das ist eine Unterstellung, die ich nicht akzpetiere vom Kommentaror R.H. - Lesen Sie bitte meinen Kommentar genau ! Ich weise dort und auch jetzt noch einmal darauf hin, daß der Alkoholmißbrauch ein Problem der Gesellschaft ist und wenn man alles lassen sollte, was damit zusammen hängt, das gesellschaftliche Leben zum Erliegen kommt. Danach habe ich exemplarisch eine Aufzählung gemacht, damit man sieht, daß wirklich alle Bereiche betroffen sind. Wenn Sie daraus ableiten, daß dies die Schuld von Vereinen ist, dann spricht dieser Gedankengang für sich – von mir wird jedenfalls nicht behauptet, daß die Vereine schuld sind – allerdings haben alle Vereine mit dem Problem zu kämpfen. Das zeigt sich alleine schon durch den Einsatz von Security bei Veranstaltungen, das war vor einigen Jahren noch nicht notwendig.
FEB
22
21:35 Uhr, geschrieben von R. H.
Unverschämtheit
Ich finde es eine Unverschämtheit, wenn der Vorredner Anti-Alkoholiker Vereine und Vereinigungen für den Alkoholmissbrauch verantwortlich macht. Im Gegenteil, als aktiver Musiker und Feuerwehrmann kann ich diese Art von Behauptungen und Unterstellungen nicht hinnehmen. Es sind nicht die Vereine, die die Anwesenden zum Saufen animieren! Im Gegenteil, vor allen Dingen nicht in Vereine tätigen Jugendlichen sind dem Alkohol eher zugeneigt. Sicher gibt es Ausrutscher, aber der Leserbriefschreiber sollte doch mal auf solche Veranstaltungen gehen und schauen wo der Alkohol gekauft und konsumiert wird. Oft sind die Jugendlichen doch durchs "Vorglühen" schon völlig angetrunken! Sicher sind die Auswüchse bei gewissen Veranstaltungen in der Zwischenzeit untragbar, aber der konsumierte Alkohol wird selten bei der Veranstaltung gekauft. Im übrigen weiß, ich von was ich rede, da ich seit Jahren haußtamtlich in einem Rettungsdienst beschäftigt bin. Nochmals, das Saufen ist nicht das Problem der Vereine oder Vereinigungen, sondern ein gesellschaftliches Problem. Auch ich bin mit jugendlichen Vereinskameraden unterwegs und kann aus eigener Erfahrung sagen, daß es bei weitem nicht so ist, wie es beschrieben wird, ganz im Gegenteil, sollte einer einen Ausrutschen haben, so nehmen wir "Ältere" das durchaus nicht auf die leichte Schulter sonder schauen genau hin. So und dann noch eines: Auf so einer Fasnetsveranstaltung sind hunderte oder gar tausende Menschen und ein paar wenige fallen aus der Rolle und diese Negativbeispiele sind wiederrum gefundenes Fressen für die Medien und die "Besserwisser" unserer Gesellschaft, diese Ausnahmen bewegen sich doch im Promilbereich, die große Menge der Menschen die einfach feiern und ihren Spaß haben sind ja nicht ganz so spektakulär. OK, wir lösen einfach die Feuerwehr, den örtlichen Sportverein, die örtliche Musik, den Trachtenverein, die Narrenzunft usw. aus, dann haben wir doch Ruhe und leben in toten Gemeinden...Prima Aussicht!
FEB
21
21:03 Uhr, geschrieben von Anti-Alkoholiker
Täter Alkohol
Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen - Alkoholmißbrauch ist ein Problem der ganzen Gesellschaft, nicht der Fasnet ! Wenn man alles lassen sollte, was damit in Zusammenhang steht, dann würde wohl über die Hälfte des gesellschaftlichen Lebens zum Erliegen kommen. Trinken ist "in" und oft auch im Gruppenzwang zu sehen. Egal, ob sich dabei um Jugenliche mit Komasaufen handelt, jegliche Art von Fußballspiel (egal ob Bundesliga oder Dorfverein); Feuerwehrproben; Veranstaltungen von Musikvereinen wie Kirbe, Trachtenfest, Konzerte; öffentliche Feste wie Stadt- und Dorffeste; jegliche Sportveranstaltung - selbst Empfänge von Stadt, Staat oder Gewerbe ... nur um paar Beispiele zu nennen. So lange es Alkohol gibt, wird es auch diese Nebenerscheinungen geben - unabhänging von Bildung und gesellschaftlichem Stand, gesoffen wird durch alle Schichten. Und wohin Alkoholverbot führt, sieht man in den Geschichtebüchern ... erst ein Umdenken wird helfen. Ob wir das aber erleben, wage ich zu bezweifeln.
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