Sulz a. N. Waschbär und Dachs kommen nicht weit

Schwarzwälder-Bote, 09.07.2012 19:00 Uhr

Von Ingrid Vögele Sulz-Bergfelden. Schon die Einladung zum Kindergartenfest war etwas Besonderes. In Reimform gestaltet, war das Programm Gegenstand der Tischgespräche bei den zahlreichen Gästen, die die Dickeberghalle füllten. "Zum Glück hat man Freunde" war das Motto des Festes mit Familiengottesdienst. So zogen auch die Kinder unter den Rhythmen der Kirchenband ein und forderten alle zum Mitmachen auf. Das brauchte man den Mamas und Papas nicht zweimal sagen, denn auch sie, wie alle anderen, lebten beim Singspiel der Kinder mit, begeisterte doch schon der gesungene Einstieg in die Geschichte mit dem Refrain auf "holladihi, holladiho".

Vor der selbst hergestellten Kulisse, einer Küche mit offenem, fast leerem Kühlschrank, beschließen Waschbär Vasalj und Dachs Sibelius, zum Fischfang an den Fluss zu gehen. Ausgerüstet mit Kescher und Angel ziehen sie los, kommen aber nicht weit. Zwei Hirsche mit verhakten Geweihen brauchen dringend ihre Hilfe. Ein leises "Aua, aua" lässt sie wieder anhalten. Ein riesiger Dorn steckt in einem Hasenpfötchen. Leise Hintergrundmusik und Erzählpassagen führen die Geschichte weiter und ab und zu winkt eine Kinderhand ganz verstohlen der Mama zu.

Dachs und Waschbär helfen nun den Eichhörnchen kräftig beim Nüssesuchen und den Füchsen beim Hausbau. Dann stockt den beiden fast der Atem. Turnt doch so ein Eulenkind auf einem dünnen Ast und fällt prompt herunter, Gott sei Dank in den Kescher. Mit Hilfe der Angel wird es wieder zu den aufgeregt flatternden Eltern ins Nest gehievt. Mit gut hörbar knurrendem Magen begeben sich die Zwei nach Hause und – welche Überraschung – alle Tiere haben ihnen ein Festmahl bereitet.

In kindlicher Unbekümmertheit hatte jedes Kind sein Tier verkörpert, unterstützt durch Kostümierung und detailgetreue, selbst hergestellte Masken.

In seiner Predigt zeigte Pfarrer Oliver Velm mit einem kindgerechten Handpuppenspiel, dass gute Freunde einander helfen, auch wenn es mal Steit gibt. Basierend auf der entsprechenden Bibelstelle verwies er auf Jesus als unseren besten Freund, mit dem man immer etwas besprechen, um etwas bitten und danken könne. An die Vierjährigen wurde die Seißener Kinderbibel übergeben, die sie voller Stolz entgegennahmen.

Das gemeinsame Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen luden zum Verweilen ein. Kinderschminken und die Bastelangebote wurden in Anspruch genommen und rundeten den Tag ab.

 
 
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