Sulz a. N. Unsere Milch kommt nicht von den lila Kühen
Schwarzwälder-Bote, 29.07.2012 20:05 Uhr
Ganz nah kann man diese Kühe anschauen. Foto: VögeleFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Ingrid Vögele
Sulz-Holzhausen. Pünktlich zum Ferienbeginn startete wieder der Ferienspaß. Treffpunkt war das Hofgut von Helmut Rosenfelder, dessen Familie sich richtig über die Kinder freute, waren es dieses Jahr mit 45 Anmeldungen doppelt so viele als sonst.
Der Hausherr, der an dieser Aktion bereits zum vierten Mal mitmacht, möchte den Kindern auch etwas von seinem Wissen vermitteln, beispielsweise, dass die Milch nicht von lila Kühen kommt und sie auch nicht im Supermarkt produziert wird, oder wo etwa unser Brot und unser Müsli herkommen. Die Enkel Jakob und Emely luden zur Hofbesichtigung ein. Die großen Augen zweier neugeborener Kälbchen hatten es den Kindern besonders angetan und einer meinte, dass der Unterschied zwischen Kuh und Kalb darin bestehe, dass "sie noch nicht so stinken".
Nun hieß es aufsitzen. Eigens für dieses Ereignis waren zwei Anhänger am Traktor hergerichtet worden. Einer war mit Strohballen bestückt für die Kinder, auf dem anderen machten es sich die Eltern auf Festbänken bequem. Mit diesem riesigen Freiluftgefährt startete die "Tour de Felder", verabschiedet noch von Ortsvorsteher Lutz Strobel. Die Kinder hatten ihre helle Freude am Fahren. Der "Reiseleiter" Günther Hiß, ebenfalls ein landwirtschaftlicher Fachmann, erklärte bei den Zwischenstopps den Anbau und die Verwendung der Feldfrüchte wie Hafer, verschiedene Weizen- und Gerstensorten und Mais. Er ging auch auf die Ackererde ein, die fruchtbarste im Kreis Rottweil, die mit 6,5 Millionen Kleinstlebewesen je Handvoll als "unterirdische Viehhaltung so viel leistet, was wir mit unserer Technik nicht hinbringen". Hecken und Pflanzenschutzmittel waren noch Teil seiner Ausführungen und gemessen an den Zwischenfragen, für die Eltern sehr interessant. Und wieder hörte man: "Festhalten, es geht weiter – Kopf einziehen, Ast." Und prompt hing eine Kappe am Ast. Nach diesem letzten Halt ging's zurück. Der Durst war riesig, das Grillen anschließend super, ein Ferienauftakt nach Maß – nicht nur für Kinder.


