
Sulz - Die Übernachtungszahlen im Stadtgebiet sind von 2009 auf 2010 wieder gestiegen. Nach dem Rekordjahr 2008 mit 54 796 Übernachtungen hatte es einen Einbruch für das folgende Jahr gegeben.
Die Finanzkrise dürfte dafür wohl ursächlich gewesen sein. Jedenfalls kamen, wie Kulturamtsleiterin Yvonne Engstler am Montag im Gemeinderat berichtete, 2010 wieder mehr Gäste nach Sulz. Registriert wurden 53 307 Übernachtungen: Das bedeutet gegenüber dem Jahr davor ein Plus von neun Prozent. Die Ankünfte stiegen 2009 von 20 793 auf 22 410 im vergangene Jahr an (plus 7,8 Prozent).
Die Zahlen für 2011 liegen nach Auskunft von Yvonne Engstler noch nicht vor. Das Ergebnis von 2010 wird aber kaum zu erreichen sein. Der Grund dafür ist, dass wegen Renovierungsarbeiten im Kloster Kirchberg die Gästezahlen zurückgingen.
Bei verschiedenen Infoständen, so auf der CMT, beim Hoffest von Frau Wolle, bei der Hopfauer Leistungsschau, dem Tourismustag des Landkreises Rottweil in Schiltach und beim Rosenfest in Hopfau wurde für die Stadt geworben. Außerdem sind mehrere Flyer neu aufgelegt worden. Heraus kam im vergangenen Jahr der Wanderführer "Die schönsten Wanderwege in Sulz am Neckar". Die hier beschriebenen Wanderungen sollen in diesem und im kommenden Jahr beschildert werden. Neu ist auch der Flyer mit dem historischen Stadtspaziergang. Gut angenommen wurden parallel dazu die historischen Stadtführungen.
Offensiv habe man das "Maison de Sulz" in der Partnerstadt Montendre beworben, sowohl im Internet als auch über die Vereine, berichtete Yvonne Engstler. Der Erfolg sei aber mäßig gewesen.
Für eine neue Imagebroschüre der Stadt Sulz wird nach einem Slogan gesucht. "Sulz. Ja." oder "Alte Stadt am jungen Neckar" gibt es bereits. Yvonne Engstler konnte jetzt noch nicht sagen, ob diese wiederverwendet werden oder ob ein ganz neuer Slogan kreiert wird. Weiter hat sie vor, den Tourismus in Sulz stärker zu vernetzen. So sollen die Gastronomen der Gesamtstadt einmal jährlich zu Sprengel-Versammlungen eingeladen werden, bei denen über den Fremdenverkehr diskutiert werden kann. Etwas ähnliches gibt es bislang nur im Glatttal mit der Arbeitsgemeinschaft Tourismus.
Bei den Vorbereitungen der "Heimattage 2013" im Neckarerlebnistal sei man schon weit gekommen, teilte Yvonne Engstler mit. Da gehe es jetzt um die Detailplanung.