Sulz a. N. Polizei nimmt zwei junge Sprayer fest

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Graffitis an öffentlichen Flächen sind Sachbeschädigung. Foto: Danner

Sulz - Die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Wer sich allerdings mit Graffitis ungefragt auf öffentlichen Flächen verewigt, der begeht Sachbeschädigung. Zwei junge Sprayer hat die Polizei jetzt dingfest gemacht.

Zwischen Juli und Oktober des vergangenen Jahres gingen beim Sulzer Polizeiposten gleich mehrere Anzeigen wegen Sprühereien ein – allesamt auf öffentlichen Flächen. Betroffen waren die Grund- und Werkrealschule, die Unterführung unter der Brücke beim Jugendclub (Foto), Stromhäuschen beim Albeck-Gymnasium und bei der Elly-Heuss-Knapp-Schule, die Berufsschule selbst und die Grillhütte am Maienplatz.

Alleine die Reinigungsmittel für die empfindliche Fassade an der Grund- und Werkrealschule, so berichtet der Leiter des Polizeipostens Norbert Burkhardt, hätten 800 Euro gekostet. Dazu kam die Arbeitszeit des Hausmeisters, der das "Kunstwerk" mühevoll entfernen musste. Insgesamt sei durch die verschiedenen Graffitis sicherlich ein Schaden von 3000 Euro entstanden.

Erfolgreich ermittelt

Die Polizei ermittelte in diesem Fall erfolgreich. Durch gezieltes Befragen von Jugendlichen kamen sie schließlich auf die beiden Übeltäter – zwei 15-jährige Jungs, die auch sofort alles zugaben. Mit der Stadt Sulz sei abgesprochen, dass die beiden Jugendlichen nun beim Entfernen der übrigen Graffitis mithelfen müssen, so Burkhardt. Das nennt sich dann Schadensausgleich. Zudem seien sie so gezwungen, sich mit ihrer Tat auseinanderzusetzen. Dazu gibt es eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft, der obliegt, ob sie weitere Sanktionen wie etwa Sozialstunden anordnet.

Eine zweite Sprayer-Truppe ist jedoch noch unterwegs. Das ist daran zu erkennen, dass hier andere Tags verwendet werden. Ein Tag ist eine persönliche Signatur. Es handelt sich in der Regel um den Namensschriftzug des Sprayers oder einer Crew. Dieser Sprayer konnte die Polizei noch nicht habhaft werden. Die Ermittlungen dauern an.

Mit den Schmierereien, wie sie in diesen Tagen immer wieder auf den Wahlplakaten von Parteien zu sehen sind, haben solche Graffitis allerdings gar nichts zu tun, sagt Norbert Burkhardt.

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