Von Marzell Steinmetz

Sulz-Renfrizhausen. Die weihnachtlichen Singtage mit Rolf Schweizer haben am Mittwoch im Kloster Kirchberg begonnen. Der Abschluss wird am morgigen Samstag das geistliche Konzert zum Weihnachtsfestkreis in der evangelischen Stadtkirche sein.

Mehr als 40 Männer und Frauen bilden den Chor. Viele sind zum wiederholten Mal dabei und bereits erfahrene Sänger. Das erleichtert die Proben. Diesmal steht dafür auch ein Tag weniger zur Verfügung als sonst. Das bedeutet: Es muss intensiv gearbeitet werden. Da ist es auch für einen Routinier wie Rolf Schweizer spannend, was letzten Endes herauskommt.

Das Programm hat seine Tochter, Felicitas Schweizer-Kostner, zusammengestellt. Sie hat im Archiv ihres Vaters "gewühlt" und dabei Kantaten entdeckt, die nicht nur etwas Besonderes sind, sondern auch in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit so eingeübt werden können, dass sie für die Konzertbesucher zu einem musikalischen Genuss werden.

Großen Wert legte die Musikpädagogin, die in Brixen an einer Musikschule tätig ist, auf die Texte. Es soll, wie sie betont, keine "Glitzerweihnacht" besungen werden. Vielmehr sollen damit Menschen auch in schwierigen Lebenssituationen angesprochen und ihnen Weihnachten näher gebracht werden.

Für Rolf Schweizer hat der Text als Komponist noch eine andere Bedeutung. Davon geht für ihn eigentlich erst die Musik aus: "Der Text ist schon melodisch", erklärt er. Von ihm werden mehrere Stücke während des Konzerts zu hören sein: liedhafte Chorgesänge mit Instrumenten, neue Weihnachtslieder und eine Weihnachts-Suite mit verschiedenen europäischen Liedern.

Aufgeführt werden dann aber auch Werke alter Meister, so Georg Friedrich Händels "Tochter Zion". Ein weiterer Barock-Komponist ist Wolfgang C. Briegel. Von ihm hat Felicitas Schweizer-Kostner die Kantate "Stimmt Hosianna an" ausgewählt. Von Johann Michael Haydn erklingt die "Heiligste Nacht". Das "Neujahrslied" von Felix Mendelssohn-Bartholdy setzt den Schlussakkord. Dazwischen ist offenes Singen mit Rolf Schweizer angesagt.

Neben den Chorsängern sind die Mitwirkenden ein Orchester mit 13 oder 14 Musikern des Freundeskreises. Das Konzert in der evangelischen Stadtkirche beginnt am morgigen Samstag um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird aber gebeten.