Sulz a. N. Geborgen im Klang der Harmonie
Schwarzwälder-Bote, 27.07.2012 23:02 Uhr
Michael Grüber (Mitte) lässt die Teilnehmer ihren Atem spüren und steigert so die Meditation. Foto: VögeleFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Ingrid Vögele
Sulz-Bernstein. In der Reihe "Klangraum Bernstein – Kunst und Kultur für Jedermann" fand ein spirituell meditatives-heilsames Singen statt.
Zarte Töne aus dem Klavinova verleiteten zum Augenschließen und Lauschen. Eine Gedankenreise ins Innere des Körpers, alle Sinne ansprechend, konzentrierte sich auf die Mitte und ließ bewusst den Atem fühlen. Ein Summen auf "m" hob an, zaghaft zuerst, dann ansteigender.
Dazwischen die leise Anweisung Michael Grübers: "Wie klingt es um mich herum?" Die Töne wurden nun durch ein "u" getragen. Der Klang entwickelte sich mehr und mehr und ging wieder zurück. Die Mitmachenden ließen sich weiter führen. "Wie passt mein Ton zu den anderen?", kam wieder der Hinweis. Eine Vielstimmigkeit entwickelte sich. Einige hatten bereits den Mut, eigene Zwischenteile einzusingen oder einzelne Passagen eines "Halleluja" lauter hervorzuheben.
Mit Harmoniumklängen untermalt, pendelte sich das anfängliche Summen zu einer wohlklingenden Melodie ein. Ähnlich wurde das "Kumbaya my Lord" in kurzer Zeit sehr feinfühlig intoniert und mit einem Schlussakkord auf dem Klavinova abgerundet. Das Instrument führte die Töne weiter zum "Shalom".
Ein Kreistanz vervollständigt das Bild
Die Sänger fassten sich an den Händen, wohl nicht nur als äußeres Zeichen der Verbundenheit. Bewegung kam dazu. Ein Kreistanz mit orientalisch anmutenden Zwischenpassagen, durch Schnalzen, Klatschen, Stampfen lebhaft bereichert, vervollkommnete das Bild der Einheit.
Besinnlicher neigte sich die Meditationsstunde mit "Herr, erbarme dich" oder dem Text "Liebe macht dich ganz" auf "lala" gesungen dem Ende zu. Jeder konnte mitsingen. Musik, Dynamik, das Geborgensein im Klang der Harmonie und in einer Gemeinschaft ließ den Abend zu einem Erlebnis werden.


