
Von Cristina Priotto Dornhan. Größere Baugrundstücke haben sich die Grundstückseigentümer im Baugebiet "Baumegerten" in Busenweiler gewünscht. Der Gemeinderat hat die Anzahl der Flächen für eine Wohnbebauung dort jetzt reduziert, weil der Bedarf in dem 234-Seelen-Ort langfristig zu gering ist.Die Stadtverwaltung Dornhan hat den Planungsbereich daher erweitert und die geänderten Pläne im vergangenen Sommer erneut ausgelegt.
Zwischenzeitlich haben verschiedene Träger öffentlicher Belange Anregungen eingebracht. Befürwortend zur Erschließung eines neuen Wohngebiets in Busenweiler geäußert hat sich unter anderem das Regierungspräsidium (RP) Freiburg. Zu bedenken hat das RP allerdings gegeben, dass sich der Bereich Aischfeld, in dessen Nordosten das Gebiet "Baumegerten" liegt, in einem Wasserschutzgebiet befindet – die Brandecker Quelle und der Schrägbrunnen Lambertsteg sind in der Nähe, weshalb die entsprechenden Schutzbestimmungen eingehalten werden müssen.
Die planungsrechtlichen Festsetzungen sehen vor, dass es sich im Bereich "Baumegerten" um ein allgemeines Wohngebiet handeln soll, in dem vorrangig Wohngebäude errichtet werden dürfen und zwar in Einzel- und Doppelbauweise mit maximal drei Wohneinheiten je Haus.
In der Sitzung am Montag befassten sich die Gemeinderäte mit einer Satzungsänderung für den 1972 aufgestellten Bebauungsplan. Damals war die Stadt freilich noch optimistisch von einem Bedarf von 16 Wohnbaugrundstücken auf einer Fläche von 2,3 Hektar ausgegangen – angesichts von aktuell 234 Einwohnern und nur sehr wenigen Zuzügen hat die Verwaltung sich jedoch am tatsächlichen Bedarf orientiert und die zu erschließende Fläche stark nach unten korrigiert auf sechs bis sieben Baugrundstücke beidseitig im nördlichen Teil des Baumgartenwegs. Weitere ursprünglich zur Bebauung vorgesehene Flächen sollen gemäß der geänderten Satzung künftig als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen werden. Das Ziel dabei sei, erklärte Bürgermeister Markus Huber, den Flächenverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig eine städtebaulich sinvolle Arrondierung zu schaffen. An den Kosten für den Ausbau des Baumgartenwegs sollen die Anlieger beteiligt werden.
Realistischer Planungszeitraum ist laut Huber bis zum Jahr 2014.
Der Gemeinderat beschloss die Satzung einstimmig.