
Sulz-Sigmarswangen - Rappelvoll war die Sigmarswanger Gemeindehalle beim Mofängerball. Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht: Die Narrenzunft hatte ein tolles Programm zusammengestellt.
Er ist berühmt und er ist gefürchtet – der Dorfklatsch von Beate Bachmann und Bernd Baiker. Man darf sich schon wundern, wie gut die beiden über die Missgeschicke ihrer Mitmenschen informiert sind. Den Feuerwehrleuten unterlief ein fataler Fehler, als sie ihr Gerätehaus isolierten. Sie setzten das Tor unter Strom. Zu spüren bekam das Kommandant Lothar Steinwand. Auch über eine besonders sparsame Lehrerin spottete das Duo. Die gute Frau brachte eine Postkarte aus dem Urlaub mit und warf sie bei der Nachbarin in den Briefkasten. Versehen war die Karte mit der Notiz: "Wenn gelesen, bitte in der Nachbarschaft herumreichen". Offensichtlich über einen ausgezeichneten Schlaf verfügt ein Sigmarswanger Ehemann. Seine Frau Gemahlin war ohne Schlüssel unterwegs und begehrte Einlass. Der Göttergatte hörte aber weder die Hausklingel noch das Telefon, so dass seine Frau im Hausgang auf einem Kindersofa campieren musste.
Von vielen sehnlichst erwartet wurde der Auftritt der Mospatzen. Die Männercombo wird von Jahr zu Jahr besser. In "Weißt du noch" sang sie über die Geschichte der Sigmarswanger Fasnet. Der örtlichen Feuerwehr setzten die Sänger mit "Mir löschet jedes Feuer" ein musikalisches Denkmal.
In gleich zwei Sketchen setzten sich die Narren mit den Problemen in der Ehe auseinander. Einmal war der Stein des Anstoßes ein nicht korrekt gekochtes Frühstücksei und einmal ein verschwundenes Brötchen. Beide Male entbrannte zwischen den Eheleuten ein heftiger Streit. Sehr treffsicher setzten sich die Narren in den Sketchen mit männlichen und weiblichen Befindlichkeiten auseinander.
Getanzt wurde selbstverständlich auch. Den Abend eröffneten die Mofänger und Steigwaldmale mit ihrem Narrentanz. Toll machten ihre Sache die Little Dance Girls. Die Mädchen zeigten eine ausgefeilte Choreographie. Viel Fantasie bewiesen Step by Step.
Die jungen Damen hatten ein Radio gebastelt. Mit jedem "Senderwechsel" änderte sich die Musik. Abwechslung war also bei ihrem Auftritt garantiert.