Sulz (wh). Ein Novum gab es beim Abstauben der Narrenzunft Sulz im "Bella Vita": Erstmals konnte einer der Promis nicht erraten werden.

Gerd Dieterle, der Wirt des "Bella Vita", der kurz zuvor noch bei der Arbeit gesichtet wurde, wurde von den Narren überhaupt nicht unter der Breagler-Maske vermutet. Da war Zunftmeisterin Uschi Leinert wirklich sprachlos.

Zahlreiche Narren wollten den Start in die Fasnet 2013 miterleben, die insgesamt kurz und knackig verlaufen soll. Bereits am 13. Februar ist Aschermittwoch. Zunftmeisterin Uschi Leinert setzte am Samstag erstmals zum Narrenruf an, und die Resonanz war enorm, alle stimmten sofort mit ein, und so konnte die wortgewaltige Zunftmeisterin auch gleich durchstarten.

Dass unter dem Optimist Frank "Buffy" Ruthardt steckte, war schnell klar. "Der kommt von obe ra", war der Hinweis, dass er auf der Schillerhöhe wohnt. Sehr schnell ging es auch bei Floristin Karoline Rebholz. Mit solchen Tipps wie "waschechter Stadtlappen", "hot d’Jugend im Wohnwagen in Wittershausen verbracht" oder blühende Orchideen au am Bahndamm" war sie auch leicht zu erraten. Dagegen nutzte bei Breagler Gerd Dieterle weder "net vom Flecka" noch "au der isch en Fan vom FC Hollywood" nichts. Dieterle musste die Maske ohne vorher erkannt zu werden abnehmen.

Dagegen ging es beim Sulzer Kreissparkassenchef Michael Schmid, einem gebürtiger Alpirsbacher, schnell: "Der isch nebem Kloster groß g'worde, isch aber net scheinheilig, und wenn ihn dr Aff laust, läuft er Marathon" reichten, um den Salzsieder zu entlarven. Recht flott war der Narro beim Einmarsch unterwegs. Bürgermeister Gerd Hieber, der nicht zum ersten Mal ins Häs schlüpfte, war ebenfalls schnell ausgemacht mit dem Hinweis "des isch an Reigschmeckter". Weitere Tipps wären gewesen "der Narro isch au als Langohr-Dompteur unterwegs" und "isch auch als Taxiunternehmer gut" sowie "Gereimtes und Gedichtetes isch net seine beste Sahne". Bei der Hexe Michele Potenza reichte wohl dessen Gangart und der Hinweis "sie isch an echter Stadtlappa" und "ihr Kinderlein kommet, braucht sie nemma singe".

Damit war die Sulzer Fasnet abgestaubt. Später kam noch die Narro-Kapelle zum Einsatz, allerdings mit Engelshaaren über den Masken. Sie hatten die Weihnachtszeit noch nicht ganz abgehakt, ein Weihnachtslied gab es denn auch beim Einmarsch zu hören. Dies änderte sich schnell, als Alleinunterhalter Marcel Kipp die Fasnetshits auspackte.