Von Jens Sikeler

Sulz-Sigmarswangen. Für Stadtbrandmeister Eugen Heizmann gab es bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Sigmarswangen spontanen Applaus. Er hatte angekündigt, dass Sigmarswangen erstmals ein wasserführendes Fahrzeug bekommt.

Das Geld für das Staffellöschfahrzeug sei im Haushalt 2013 eingestellt, so Heizmann. Die Sigmarswanger Feuerwehrleute haben ihr Gerätehaus dafür in den vergangenen anderthalb Jahren komplett umgebaut. Das Gebäude war vorher nicht isoliert. Die Temperaturen im Gebäude konnten im Winter deshalb auch schon mal unter den Gefrierpunkt fallen.

Dass das Wasser im Tank jetzt nicht mehr gefrieren kann, liegt am immensen Engagement der Feuerwehrleute. "Wir haben alles selbst gemacht", betonte Abteilungskommandant Lothar Steinwand. Auch die Feuerwehrleute haben es jetzt heimeliger. Den Aufenthaltsraum haben sie ebenfalls um- und ausgebaut. 483 Arbeitsstunden kamen so im vergangenen Jahr für das Gerätehaus zusammen. Bis das neue Fahrzeug aber tatsächlich im Gerätehaus stehen wird, dauert es noch etwas. Mitte des Jahres, so Heizmann, soll die Ausschreibung für das Fahrzeug fertig sein. Mit der Auslieferung rechnet er dann im kommenden Jahr.

Was ihre eigentliche Aufgabe angeht, haben die Feuerwehrleute ein ruhiges Jahr hinter sich. Zu einem Einsatz mussten sie 2012 nicht ausrücken. Dafür bereiteten sie sich bei zwölf Übungen auf den Ernstfall vor.

Mit 37 Jahren liegt der Altersschnitt der Wehr relativ hoch. Steinwand freute sich deshalb sehr über die vier Jugendlichen, die sich seit vergangenem Jahr auf ihren Dienst in der Feuerwehr vorbereiten. Die Abteilung selbst hat 24 Mitglieder.

Mit Dietmar und Reiner Breil sowie Armin Spielberger und Bernd Walter ehrte Heizmann vier Feuerwehrleute für 25 Jahre Dienst mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen des Landes. Das Quartett beförderte er außerdem zu Löschmeistern und Andre Soost zum Oberfeuerwehrmann.