Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Landesweite Proteste Südafrikas Präsident Zuma übersteht Misstrauensvotum

Von
Demonstranten protestieren in Kapstadt gegen den südafrikanischen Präsidenten Zuma. Dem 75-Jährigen werden unter anderem Korruption und Machtmissbrauch vorgehalten - den Misstrauensantrag der Opposition hat er überstanden - wenn auch knapp. Foto: Halden Krog Foto: dpa

Kapstadt - Nach einem gescheiterten Misstrauensantrag gegen die Regierung des unpopulären Präsidenten Jacob Zuma hat am Kap das Rätselraten um dessen weitere Zukunft begonnen. In der geheimen Abstimmung über den Antrag hatte die Opposition die notwendigen 201 Stimmen verpasst.

201 Stimmen wären für einen Erfolg nötig gewesen - 177 Abgeordnete stimmten aber nur dafür. Insgesamt hatten 384 Politiker abgestimmt, neun enthielten sich, 198 waren dagegen.

Zumas Zukunft gilt trotz des gewonnenen Misstrauensvotums jedoch nicht als gesichert. Er gilt als angeschlagen und hat auch innerhalb seines ANC für Unmut gesorgt. Als wahrscheinlich wird daher nun Zumas Rücktritt bis Ende des Jahres angesehen; als sicher gilt bereits, dass er sein Amt als Parteichef Ende des Jahres niederlegen wird.

Die Abstimmung im streng abgesicherten Parlament in Kapstadt war begleitet worden von landesweiten Protestkundgebungen. Dem 75-Jährigen werden unter anderem Korruption und Machtmissbrauch vorgehalten - Vorwürfe, die zuvor zu wochenlangen Protesten im ganzen Land geführt hatten. Weite Teile der Bevölkerung hätten das Vertrauen in ihre Regierung verloren, meinten Sprecher der Opposition.

In den Wochen zuvor hatten Politiker, Menschenrechtler und besorgte Bürger im ganzen Land Zumas Absetzung gefordert. Ihm wird dabei nicht nur seine magere Regierungsbilanz mit einer schrumpfenden Wirtschaft, einer auf Ramsch-Status abgerutschten Kreditwürdigkeit und einer Arbeitslosenquote von knapp 28 Prozent vorgehalten.

Schlimmer wiegt der Vorwurf, er habe sich von einer einflussreichen indischstämmigen Industriellenfamilie "kaufen" lassen, die über Ministerposten ebenso entscheidet wie über Beschaffungsprogramme der Regierung. Zumas Familie habe im Gegenzug davon profitiert - etwa durch lukrative Jobs und Beteiligungen an den Firmen der Familie. Staatliche Institutionen seien unter Zuma schamlos ausgehöhlt worden, Zuma selbst sah darin bisher keinen Hinweis auf ein Fehlverhalten.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
 
 

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading