Suchlauf Wohin kommt das neue Großgefängnis?

sb, 19.12.2012 17:20 Uhr

Schwarzwald-Baar-Kreis - Das Land plant, im Raum Rottweil, Donaueschingen, Tuttlingen den Neubau einer Justizvollzugsanstalt für rund 400 bis 500 Gefangene. Um dafür einen geeigneten Standort zu finden, wurde in diesem Jahr ein neuer Suchlauf durchgeführt. In diesem waren zehn Standorte voruntersucht worden. Sie waren von Städten und Gemeinden sowie Privatpersonen eingebracht worden.

Entsprechend der Rangfolge des Ergebnisses dieses Suchlaufs sind Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der Minister für Finanzen und Wirtschaft Nils Schmid sowie Justizminister Rainer Stickelberger am Mittwoch übereingekommen, in erster Linie die beiden erstplatzierten Standorte Tuningen und Weigheim näher zu untersuchen. Danach sollen vier Standorte auf dem Gebiet der Stadt Rottweil und auch der Standort Meßstetten einer näheren Prüfung unterzogen werden. Die Standortvorschläge Rottenburg (weitere Haftanstalt), Hechingen und Dietingen werden nicht weiter verfolgt.

"Wir wollen die Standortsuche im engen Einverständnis mit den betroffenen Kommunen regeln. Dabei sollen auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden" so der Ministerpräsident.

Überlegungen, im Großraum Rottweil eine neue Justizvollzugsanstalt zu bauen, gibt es seit Jahrzehnten. Konkret wurden die Planungen im Zusammenhang mit dem Haftplatzentwicklungsprogramm "Justizvollzug 2015", das im Jahr 2007 beschlossen wurde. Ziel des Programms ist eine Schaffung von verfassungskonformen Haftbedingungen. Denn noch gibt es im Land viele kleinere, alte Justizvollzugsanstalten. Diese sollen geschlossen und durch zeitgemäße, personalwirtschaftlich effektivere Anstalten ersetzt werden.

Schwerpunkte des Haftplatzentwicklungsprogramms sind die mittlerweile fertig gestellte Justizvollzugsanstalt in Offenburg und ein Neubau im Raum Rottweil, Donaueschingen, Tuttlingen.

 
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Kommentare (3)
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DEZ
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Liapor vor, 11:52 Uhr

Liapor vor

@ Solveig Vielbert sind Sie mit der deutschen Demokrtie unzufrieden ? Ich nicht ! Ihr Vorschlag erinnert an alte Zeiten wo alles so gut war, nicht wahr ? ODER SIND SIE EIN ROTTWEILER JVA GEGENER DER SEINE CHANGE SIEHT DIE SACHE NACH TUNINGEN ZU SCHIEBEN ?????? EIN SCHELM.................... Liapor vor

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DEZ
20
Liapor vor, 00:27 Uhr

Liapor vor

In das alte Liaporwerk würde so ein Knast in Tuningen doch ganz gut passen, das Liaporwerk liegt östlich von Tuningen und wird von der A 81 vom Dorf getrennt. In diesem Abbaukessel wäre der Knast passend und das alte Abbaugelände wieder einer Nutzung zugeführt. Liapor vor !!!!

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DEZ
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Solveig Vielbert, 22:42 Uhr

Schwachsinn

Das ist doch totaler Schwachsinn die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. Dann passiert genau das, was wir schon beim Standort 'Bitzwäldle' hatten - Stagnation, Bürgerbegehren und politisches Zurückrudern aus Angst vor Wahlverlust. Ich finde das Land sollte einfach entscheiden um endlich einen Deckel über die Sache zu legen. Das ist doch traurig so.

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