
Stuttgart - Der Erfolg der Kreativwirtschaftler in den zahllosen Zimmern der inzwischen wieder geräumten alten Bahndirektion macht der Stadt offenkundig Appetit auf mehr. Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht sucht für eine 50-Prozent-Stelle eine Alleskönnerin, gerne auch einen Alleskönner.
Der Bereich „Leerstands- und Zwischennutzungsmanagement“ soll aufgebaut werden, und wer sich tatsächlich bewirbt, darf in bester Zwischennutzungsmanier gleich alles sein – Ersteller einer „Leerstands- und Zwischennutzungsdatenbank“, Schnittstellenmanager, Öffentlichkeitsarbeiter, „Lotse“, Entwickler – und natürlich auch Geldeintreiber.
Ein Schelm, wer sich Tausendsassa-Böses mit einem hemmungslos kulturellen Arbeitszeitverständnis rund um die Uhr denkt? Da seien die Wächter des Landesrechnungshofs vor. Bleiben wir sachlich, bleiben wir bei der guten Nachricht: Leerstand bringt Arbeit. Für „engagierte, kontaktfreudige, sprachgewandte Persönlichkeiten“, die Hochschulabschluss, Verwaltungserfahrung und Gestaltererfahrung vorweisen können – und natürlich „ein hohes Maß an Selbstständigkeit“. Sie sind dabei? Dann mal los – „Verhandlungsgeschick“ wird schließlich „erwartet“.
Unter dem Titel „Legendäre Meisterwerke“ präsentiert sich das Landesmuseum Württemberg neu.
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