Straubenhardt Rap, Rock und brodelnde Stimmung

sb, 17.07.2012 09:54 Uhr

Straubenhardt-Schwann - Fast schon gespenstisch still war es am Freitag auf dem Festivalgelände des Happiness in Schwann, über dem dunkle Regenwolken nur vereinzelt Sonnenstrahlen hindurch ließen. Abgerissene Gitarrennoten klangen vom Soundcheck an der großen Bühne herüber und alle 110 Helfer standen wie gebannt auf ihren Positionen denn die Ruhe vor dem Ansturm lag förmlich in der Luft.

Rund 8000 Besucher sollten das Happiness-Festival miterleben. Das Gelände füllte sich und The Gently Tune und Untertagen heizten dem Publikum mit schmetterndem Gitarrenrock ein.

Trotz schlechter Wetteraussichten wurden die Zuschauer und Veranstalter von Regen verschont und spätestens bei dem sympathischen Luxemburger Trio Eternal Tango taute das Publikum förmlich auf. Die Elektro-Punker von Egotronic boten danach eine solch energiegeladene Bühnenshow dar, dass die Menge sprang und tanzte. Der Wortakrobat Prinz Pi legte mit guten Texten und Party-Tracks die Messlatte noch etwas höher, aber spätestens bei den Irie Révoltés gab es kein Halten mehr. Als dann Samy Deluxe die euphorische Menge begrüßte, hagelte es Komplimente an das tolle Publikum und ein starker Regen setzte ein.

Doch selbst das konnte das Publikum nicht bremsen, das zur Musik des Star-Rappers feierte. Der starke Sturm mit Windböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde richtete kaum Schäden an. Die Veranstalter hatten sich entsprechend gewappnet, den Rest erledigte die gute Koordination von Polizei, THW und Feuerwehr. Es gingen nur einige Pavillons auf dem Zeltplatz zu Bruch und die entstandenen Mängel wurden von den Helfern noch vor der Öffnung des Geländes am Samstag beseitigt. Den zweiten Festivaltag eröffneten bei Sonnenschein die Gewinner der jeweiligen Bandcontests des Happiness Royal Tea Club (live) und Poverty for All (online) mit hartem Rock und solider Bühnenshow.

Die Stuttgarter Kaéla fügten sich mit ihrem klangvollen Indie-Rock gut ins Line-Up. Als dann aber die Happiness-Veteranen und Lokalmatadoren von Bakkushan auf die Bühne kamen, wurde die Wiese vor der Bühne zum Tanzboden. Auch die Emil Bulls waren schon mehrfach auf dem Festival und schafften es erneut, das Publikum mitzureißen.

Die alten Hasen von den H-Blockx brachten das gesamte Publikum sogar dazu, spontan eine Ruderimitation vor der Bühne sitzend zu veranstalten.

Die Stimmung war gelöst und es war ein Gemeinschaftsgefühl wie bei einem Länderspiel zu spüren. Die Punk-Rocker von den Donots setzten dem Festivalwochenende die Krone auf. Gemeinsam tanzten und sangen die Besucher zu den Hits der Band.
 

 
 
Kommentare (0)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen